Pädagogik, Reisen und Musik – unsere Werkstudentin Rebecca

Foto: privat

Die 23-Jährige ist das neueste Mitglied im Lilalu-Büroteam und unterstützt als Werkstudentin das Pädagogikteam bei der Organisation des gebundenen Ganztags an Münchner Schulen. Rebecca studiert Pädagogik/Bildungswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) mit dem Nebenfach Kunst, Musik und Theater und ist bereits im letzten Semester. „Diese Fächerwahl hat mich wirklich sehr bereichert“, sagt Rebecca. „Bildung und Erziehung wissenschaftlich zu betrachten, finde ich sehr spannend. Das ist ein unerschöpfliches, jederzeit aktuelles und wichtiges Thema.“

2020 hat sich die Studentin für „Change Management!“ beworben – eine Kooperationsprojekt von LMU und der Consultingfirma Breitenstein, das Studierenden die Arbeit für verschiedene Projekte (u. a. auch für Lilalu) ermöglicht und so eine gute Verbindung zwischen Theorie und Praxis schafft. Die Wahl der angehenden Pädagogin fiel auf unser Bildungs- und Ferienprogramm. Im Team mit drei weiteren Studenten arbeitete Rebecca an der Evaluierung und Erstellung eines Maßnahmenkatalogs für die Online-Workshops von Lilalu. Lilalu-Sachgebietsleiterin Susanne Autengruber war die Ansprechpartnerin für das Projekt und berichtet begeistert: „Die LMU-Studierendengruppe war sehr engagiert und die Zusammenarbeit war sehr produktiv und hat mir viel Spaß gemacht. Die Ergebnisse und der entstandene Maßnahmenkatalog für die Lilalu-Online-Workshops sind hervorragend und werden Lilalu für seine zukünftigen Projekte sehr hilfreich sein.“

Nachdem Rebecca durch die Projektarbeit schon voll im Thema war, lag der Job als Werkstudentin bei Lilalu nahe. Sie unterstützt das Team nun seit Mitte April und findet besonders den pädagogischen und abwechslungsreichen Alltag bei Lilalu interessant. „Mein Eindruck ist, dass alle hier sehr respektvoll und engagiert in einem dynamischen jungen Team zusammenarbeiten. Außerdem fühlt es sich richtig an, für einen Träger wie die Johanniter zu arbeiten, der für etwas Gutes, Sinnvolles und Soziales steht.“

Rebeccas Familie ist auf der ganzen Welt verteilt und so interessieren kulturelle Unterschiede sie schon immer. Für die gebürtige Allgäuerin sind die Begegnungen in anderen Ländern sehr wertvoll, sie war unter anderem bereits in Amerika, Frankreich und für ein Semester in Stockholm. Auch nach dem Studium möchte sie gerne reisen, Indien steht ganz oben auf der Liste. Ihre Eltern waren gemeinsam dort und haben ihr viel davon erzählt, nun ist sie gespannt darauf, die spirituelle Welt dieses Landes selbst zu sehen. Davor oder danach möchte die Studentin auf alle Fälle auch noch die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinmachen.

In ihrer Freizeit spielt die 23-Jährige Gitarre und schreibt dazu auch eigene Songs. Obwohl oder vielleicht auch gerade weil Rebeccas Vater Gitarren-Lehrer ist, begann sie erst mit 16 Jahren das Instrument zu lernen, aber inzwischen hatte sie schon ein paar kleine Auftritte, spielt in einer Band im Studentenwohnheim und jammt gerne.

Jede Woche geht Rebecca mit einer Laufgruppe gemeinsam laufen, was vor allem während des Lockdowns für sie ein guter Ausgleich war und ist. Außerdem hat sie über zehn Jahre lang Fußball gespielt, bis sie es zeitlich nicht mehr mit der Abiturvorbereitung vereinbaren konnte. Mit Freunden im Park kickt sie aber nach wie vor gerne. Und dieser Sport verbindet sie auch mit anderen Teammitglieder bei Lilalu. „Vielleicht kommt es ja mal zu einem Lilalu-Fußballspiel“, lacht sie.

Urlaubsplanung Pfingsten & Sommer 2021

Frei haben, wegfahren, die Sonne und vielleicht das Meer genießen… Im Mai ist eigentlich die Zeit, wo man sich auf die Pfingst- und Sommerferien freut. Wo man sich überlegt, was man mit den Kindern alles unternehmen will. Wo man vielleicht letzte Reisevorbereitungen trifft, durch Reiseführer blättert, Karten studiert, Packlisten schreibt, die Versorgung der Haustiere plant und überlegt, was man noch alles besorgen und erledigen muss, bevor es losgeht. Mit dem Verreisen ist es auch heuer noch schwierig. Aber auch der Urlaub daheim kann ein schönes Erlebnis werden. Mit gemeinsamen Ausflügen in der Stadt und im Umland, Unternehmungen für die ganze Familie, In-den-Tag-hineinleben. Und natürlich mit Lilalu: Denn das Ferienprogramm der Johanniter bietet in allen Schulferien Spaß, Bewegung, Gemeinschaft und Abwechslung für Kinder und Teenager von fünf bis 13 Jahren. So viel ist sicher. Weil Lilalu Familien ein verlässlicher Partner ist. Und allen Kindern in München schöne Ferienerlebnisse bieten will. Auch und gerade in diesen Zeiten.

Sommerfeeling mit Lilalu: Artist auf dem Luftring.
Foto: Achim Schmidt

Was das konkret für die bevorstehenden Pfingstferien bedeutet? Etwa ein Dutzend abwechslungsreiche, jeweils fünftägige Workshops in beiden Ferienwochen (25.5.-29.5. & 31.5.-4.6.). Von Parkour bis Vertikaltuchartistik, von Manegenkunst bis Zauberei.

Im Lilalu-Ticketshop findet man einen Überblick über alle freien Plätze in den Pfingstferien. Und für die Sommerferien kann man mit Lilalu auch schon planen: Auf dem Programm stehen ganz flexibel buchbare eintägige Angebote („Be active“ und „Be creative“) und natürlich die beliebten fünftägigen Workshops von „Cook Mal“ bis Graffiti, von Cheerleading bis Fußball, von Skateboard bis Vertikaltuch für Fortgeschrittene.

Welche Superkräfte unsere Workshopleitungen haben – und woran sie immer wieder scheitern

Ein Superheld, eine Superheldin: Was ist das eigentlich? Für die Angestellten des amerikanischen Comicbuch-Verlages Marvel, die der Legende nach am 28. April 1995 den „Tag der Superhelden“ ins Leben gerufen haben, waren es wohl klassische Comic-Helden wie Spider-Man, der schüchterne Junge, der sich auf einmal fortbewegen kann wie eine Spinne, oder Wonder Woman, die übermenschlich starke Frau mit dem magischen Lasso. Für viele in Europa aufgewachsene Kinder waren es vermutlich starke Figuren wie Asterix und Pippi Langstrumpf oder der Zauberer Harry Potter.

Heldenhaft im wahren Leben

Doch wer will, findet Superheldinnen und Superhelden nicht nur in Literatur, Film und Theater, sondern auch im wahren Leben: Die Kollegin, die einem einen Berg Arbeit abnimmt und ihn auf magische Weise zu einem zu bewältigenden Hügel schrumpfen lässt. Der Nachbar, der es schafft, endlich die kaputte Wasserleitung abzudichten und damit die Flut in der Wohnung zu stoppen. Die schmächtige Großtante, die bei der Pflege ihres bettlägerigen Mannes täglich ungeahnte Kräfte beweist. Der Freund, der genau im richtigen Moment anruft, um einem in seinem Liebeskummer beizustehen.

Superkräfte und kleine Schwächen

Und da sind die Menschen, die mit ihren Superkräften als Workshopleitungen oder pädagogische Leitungen bei Lilalu arbeiten. Die auf Händen laufen können, super stark sind, fliegen können, sich um tausend Dinge auf einmal kümmern und dabei noch ein Lächeln im Gesicht haben. Unfehlbar sind natürlich auch sie nicht, sie scheitern immer wieder, bei der Wahl des richtigen Schuhwerks zum Beispiel, oder beim Öffnen eines Marmeladenglases. Aber eine Achillesferse haben ja auch andere. Und genau das ist es, was sie so nahbar macht. Zu ganz realen Heldinnen und Helden.

Foto: privat

Ich kann laufen, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren.
Aber es ist schwierig, passende Schuhe zu finden.

Mirko, Handstand-Artist
Foto: privat

Meine Superkraft ist: über Mauern fliegen.
Manchmal bleibe ich aber auch an Mauern hängen.

Fabian, Parkour-Künstler
Foto: PanRay Photography

Meine Superkraft ist es, mit magisch-teuflischen Schnüren Riesen-Jo-Jos auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen und diese in den Himmel zu schießen.
Meistens krieche ich jedoch auf allen vieren herum und versuche verzweifelt, in den Ecken meiner Trainingshalle meine Diabolos wiederzufinden.

Jonas, Diabolo-Artist
Vanessa, Erzieherin und Lilalu-Workshopleiterin
Foto: privat

Ich bin Erzieherin und kann gleichzeitig Raketen aus Klopapierrollen basteln, im Kopf das nächste Elterngespräch vorbereiten, Tränen trocknen, Streit schlichten, Spielzeugautos durch den TÜV winken und Aramsamsam singen.
Aber wenn dann noch die Toilette überläuft – wo sind meine zusätzlichen Hände?!

Vanessa, Erzieherin
Foto: privat

Meine Superkraft ist die Superstärke. Ich bin so stark, dass ich meinen Flyer (also die Person, die beim Cheerleading-Stunt oben steht) durch die Lüfte werfen kann.
Das Marmeladenglas bekomme ich aber trotzdem nie auf.

Vasco, Cheerleader
Foto: privat

Ich kann es schaffen, dass man trotz unterschiedlicher Meinungen zueinander findet…
Außer, es geht um die Diskussion zwischen einem Bayern- und einem Dortmund-Fan.

Nadine, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Foto: privat

Meine Superpower ist das Fliegen. Ich komme aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und sammle neue Power, um mich für den nächsten Flug bereit zu machen.

Nadja, Tanztrapez-Artistin
Foto: privat

Ich kann so fest schießen wie eine Rakete und kann sogar durch Mauern schießen.
Aber leider nicht durch echte Mauern, sondern nur durch die Freistoßmauer beim Fußball.

Ralph, Athletik-Trainer

Erfolgreich in einer Männerdomäne – die Schleuderbrett-Artistin Dana

Die Liebe zur Artistik entdeckte Dana schon mit sechs Jahren: Dem Beispiel ihrer großen Schwester folgend, ging sie zum Kinderzirkus in ihrer Heimatstadt Unna (Nordrhein-Westfalen) und entdeckte dort ihre Leidenschaft für die Zirkuskunst. Dana probierte sich in verschiedenen Disziplinen aus: Akrobatik, Einradfahren, Luftartistik und mehr. Mit zwölf Jahren erfuhr sie mehr durch Zufall von der staatlichen Artistenschule in Berlin. Sie bewarb sich – und zog mit 14 Jahren nach Berlin, um dort ihre Ausbildung anzufangen. An der Schule lernte Dana Kyra kennen. Gemeinsam entdeckten die beiden die Disziplin Schleuderbrett für sich. Weil die Arbeit mit dieser artistischen Wippe, auch Teeterboard genannt, an der Artistenschule nicht so verbreitet war, brachten sich die beiden viele Tricks selbst bei. „Das war learning by doing“, erzählt die heute 23-Jährige.

Die Arbeit hat sich gelohnt: 2017, nach fünf Jahren, absolvierte das Duo erfolgreich seine Ausbildung und erhielt dafür den Nachwuchspreis „Sprungbrett“. Seither treten Dana und Kyra auch gemeinsam auf, und in dem männerdominierten Bereich der Schleuderbrett-Artistik haben sie ein Alleinstellungsmerkmal als weibliches Duo. Zusätzlich zu ihrem Teeterboard-Act haben die beiden auch eine Nummer mit Partnerakrobatik im Repertoire. Ein Highlight war für Dana ein Auftritt auf der Open Stage beim Berlin Circus Festival auf dem Tempelhofer Feld.

Dana im Handstand. Foto: LunArt

Außerdem hat die junge Frau auch zwei Solo-Acts ausgearbeitet. Diese konnte sie allerdings noch nicht zeigen, weil Corona dazwischen kam – öffentliche Auftritte sind für Artistinnen und Artisten derzeit kaum möglich. Dana trainiert aber natürlich auch in Pandemie-Zeiten weiter. Im Moment muss sie das alleine tun, weil ihre Partnerin verletzt ist. Ihr Schwerpunkt liegt derzeit auf Bodenakrobatik und Handständen. Ein Traum der jungen Artistin ist, einmal auf einem Schiff aufzutreten.

Wenn Dana nicht auf der Bühne steht, verbringt sie im Winter normalerweise gerne Zeit im Schnee – so, wie sie es schon als Kind mit ihrer Familie getan hat. Bereits mit vier Jahren stand Dana das erste Mal auf Skiern, mit acht Jahren begann sie, Snowboard zu fahren. „Ich liebe Wintersport“, schwärmt Dana. Diese Liebe gibt die Wahl-Berlinerin auch gerne weiter: Sie hat eine Grundausbildung als Ski- und Snowboardlehrerin gemacht; im Winter 2019/2020 gab sie dann eine ganze Saison lang Kurse für Kinder. Dana empfand das als tolle Erfahrung, und sie kann sich vorstellen, das wieder einmal zu machen, wenn es möglich ist. Auch, weil der 23-Jährigen, die alleine wohnt, das „Klassenfahrt-Feeling“ gefällt, das dabei herrscht.

Seit Kurzem studiert Dana online in Teilzeit Ernährungswissenschaften. Sie lebt vegan und interessiert sich für einen bewussten Lebensstil und kann sich vorstellen, sich in Zukunft auf die Beratung von Sportlern zu spezialisieren. „Aber das dauert noch, ich bin ja gerade mal im ersten Semester“, lacht sie.

Seit den Osterferien 2018 ist die Schleuderbrett-Artistin Teil der Lilalu-Familie und gibt ihre Begeisterung an der Bewegung an die Teilnehmenden weiter. „Mir macht es besonders Spaß zu sehen, wie die Kinder sich im Laufe einer Woche entwickeln. Zu Beginn sind es noch „fremde“ Kinder, und am Ende der Woche präsentieren sie ganz stolz die gemeinsam erarbeitete Darbietung“, freut sich Dana. Mehr über Dana und Kyra erfahrt ihr auch auf ihrer Website unter www.dana-kyra.com.

Die Osterferien können kommen –Papierhandtücher haben wir genug

Andere machen jetzt Frühjahrsputz, passend zur Jahreszeit und den endlich wärmer werdenden Temperaturen. Putzen mal wieder die Fenster, waschen Vorhänge und Teppiche, wischen die Schränke aus. Um sich nach zwei, drei Tagen Arbeit über eine in neuem Glanz erstrahlende Wohnung zu freuen.
Das Lilalu-Team sitzt derweil schon seit einigen Tagen an Frühjahrs-Hygienekonzepten. Studiert die neueste Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, brütet über Bestelllisten, überlegt, wie viel Sprühkreide und Handschuhe man für zwei Wochen Ferienprogramm braucht, organisiert schnell ein paar Hundert Schnelltests. Um Münchner Kindern eine schöne und möglichst sichere Zeit bei den Lilalu-Oster-Workshops zu bereiten.

Wie viel Arbeit hinter der Umsetzung eines Hygienekonzeptes steckt, warum man dafür Sprühkreide braucht, weshalb man zwischendurch immer wieder die Hälfte umschmeißen und neu konzipieren muss und was es eigentlich mit den Papierhandtüchern auf sich hat, berichtet Karola Brandstetter, die neben dem Booking der Workshopleitenden auch das Hygienekonzept des Lilalu-Ferienprogramms verantwortet:

„Wir haben jetzt für die Osterferien insgesamt drei Versionen des Hygienekonzepts erstellt. Das ist nicht viel, letzten Sommer haben wir das Konzept mit den ganzen Maßnahmen zum Infektionsschutz in unseren Ferienprogrammen bestimmt sechs, sieben Mal neu geschrieben. Die wichtigsten Änderungen ergeben sich natürlich daraus, dass sich immer wieder die Quellen ändern; so haben wir ja inzwischen die 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Aber jetzt ist das Konzept für die Osterferien fertig, und am Wochenende informieren wir unsere Hygienebeauftragten über die aktuellen Regelungen. Das machen wir immer erst ein, zwei Tage vor Workshopbeginn, damit das Personal immer auf dem aktuellsten Stand ist. Das Infopoint-Team bereitet bis zum Wochenende ganz viele Schilder vor – wir haben ja an den Standorten jeweils ein Farbleitsystem, das mit dafür sorgt, dass jedes Kind nur Kontakt mit seiner Workshop-Gruppe hat. Die Produktionsleitungen sorgen indessen dafür, dass alle Hygieneutensilien, vom Desinfektionstuch bis zur Teststation, am richtigen Ort landen.

Wie viel Material wir für eine Ferienwoche brauchen, rechnen wir einfach aus: Wir schauen zum Beispiel, dass alle Mitarbeitenden jeweils eine Packung Handschuhe, Reinigungstücher und Desinfektionstücher bekommen, dass für alle Beteiligten ausreichend Masken da sind etc. Außerdem brauchen wir Handschuhe in S bis XL, Plexiglasscheiben für den Infopoint, Handdesinfektionsmittel, Teleskopständer zur Markierung der Treffpunkte, Sprühkreide zur Markierung der Laufwege …

Das funktioniert ganz gut, das machen wir ja schon seit letztem Jahr so. Das Einzige, wobei wir uns echt schwergetan haben, war, hochzurechnen, wie viele Papierhandtücher man braucht, wenn sich die Kinder ständig die Hände waschen sollen. Wir haben das letzten Sommer mal für sechs Wochen ausgerechnet, aber zur Sicherheit erst mal nur den Bedarf für zwei Wochen bestellt. Dieser Bedarf hat dann für sechs Wochen Sommer gereicht und wird vermutlich noch bis Ende diesen Jahres reichen. Also, wir haben uns ein bisschen verrechnet. Aber das ist ja aktuell auch eine Wertanlage.“

Parkour, Musik, Events: unser Mitarbeiter und „Quotenmann“ Florian Bader

Als Jugendlicher drehte sich bei Florian Bader, genannt Flo, alles um Parkour. 2007, mit 14 Jahren, entdeckte er seine Leidenschaft für diesen Sport, der ja eigentlich eine Fortbewegungsart ist – mit dem Ziel, nur mit Hilfe des eigenen Körpers möglichst effizient von A nach B zu kommen, über alle Hindernisse hinweg, und dabei den Raum mit neuen Augen zu sehen. Flo trainierte viel, gründete in seiner Heimatstadt Herzogenrath (bei Aachen) mit anderen Parkourbegeisterten zusammen einen Verein und begann, weil er seine Freude an diesem Sport gerne weitergeben wollte, Kinder und Jugendliche zu trainieren.

Das Ferienprogramm Lilalu war also genau der richtige Ort für Flo: Vor sechs Jahren wurde er Workshopleiter für Parkour, erst in Dortmund (wo Lilalu seit 2012 zu Gast ist) und später auch in Ingolstadt. Nach einigen Jahren, die Flo als freischaffender Athlet gearbeitet hatte, beschloss er, nochmal etwas Neues anzufangen. Der heute 28-Jährige interessierte sich schon immer für die Organisation von Veranstaltungen. Ihn fasziniert der Gedanke, Menschen mit völlig verschiedenen Hintergründen in einer „Sache“ zu vereinen. „Jeder der schon einmal auf einem Konzert oder Festival war, kann das nachfühlen“, sagt er. So begann er im Herbst 2016 seine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann bei Lilalu. Im Januar 2019 bestand er nach zweieinhalb Jahren erfolgreich seine Abschlussprüfung und war dann zunächst für das Booking im Schulbereich zuständig. Zu seinen Aufgaben gehörte die Akquise von Workshopleiterinnen und Workshopleitern für die Lilalu-Schulprogramme, die an 17 Münchner Schulen stattfinden. Zudem war er ständiger Ansprechpartner für das Personal und kümmerte sich um die Rechnungsbearbeitung und vieles mehr.

Inzwischen ist der Lilalu-Mitarbeiter voll und ganz im Veranstaltungsbereich tätig: Er ist verantwortlich für die Organisation bei Veranstaltungen in Turnhallen, auf dem Sommerfestivalgelände im Olympiapark sowie bei anderen Veranstaltungslocations. Flo mietet also beispielsweise die benötigten Transporter und koordiniert den Auf- und Abbau bei allen Lilalu-Ferienprogrammen und anderen Veranstaltungen. Er wählt geeignete Events aus, auf denen Lilalu sich präsentieren kann, und begleitet diese von den Verhandlungen über die Konzeption bis hin zur Durchführung und Nachbereitung. Außerdem verwaltet der Veranstaltungskaufmann unsere Materialien, ist zuständig für die Lagerführung und koordiniert externe Mitarbeiter und Dienstleiter vor Ort. Und auch mit der Ladung geballter Frauenpower kommt unser einziger Mann im Lilalu-Büroteam gut zurecht.

Bei Lilalu schätzt Flo vor allem das große Gemeinschaftsgefühl, das auch weit über das Büro-Team hinausgeht. „Gerade im Sommer wird einem erst klar, was für eine Größenordnung dieses Projekt hat und wie viele talentierte und interessante Menschen an diesem Projekt mitwirken. Es ist ein schönes Gefühl, nach einem Arbeitstag auf unserem Sommergelände noch mit den Workshopleitern gemeinsam im Biergarten zu sitzen und auf sich wirken zu lassen, was man alles geschaffen hat.“

Flo beim Auflegen. Foto: Sandy Rösch

Was seine Augen so richtig zum Leuchten bringt, wenn er davon erzählt, ist die Musik. Nebenbei ist der Wahl-Landshuter nämlich noch leidenschaftlicher DJ und Musikproduzent. Und auch privat läuft es bei unserem Quotenmann bestens, er hat nämlich dieses Jahr geheiratet und erwartet schon bald sein erstes Kind.

Viel Spaß und tolle Tage bei Lilalu: Ingolstadts OB Christian Scharpf übernimmt Schirmherrschaft

Lilalu in Ingolstadt hat einen neuen Schirmherrn: Dr. Christian Scharpf, SPD-Politiker, Jurist und seit 2020 Oberbürgermeister der Donaustadt, hat für das „außergewöhnliche Angebot“ gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Oberbürgermeister Dr. Christian Scharpf. Foto: Herbert

Der 49-Jährige, der selbst drei Kinder hat und lange Zeit in München lebte, schreibt in seinem Grußwort zum Ingolstadt-Programm 2021:

„Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie unseren Alltag. Leider hat sie auch die zwölfte Auflage des Lilalu-Ferienprogramms der Johanniter im vergangenen Jahr verhindert. Doch ich bin zuversichtlich und hoffe, dass die spannenden Workshops in diesem Sommer durchgeführt werden können, und möchte schon heute alle Kinder von vier bis 13 Jahren dazu herzlich einladen.

Nach den vielen Einschränkungen freuen sie sich bestimmt umso mehr auf Zirkus und Akrobatik, Tanz und Sport, Musik und Zauberei, und vor allem darauf, andere Kinder zu treffen und Freundschaften zu schließen.

Ein wenig Abwechslung und viele Anregungen für Körper und Geist sind momentan noch wichtiger als sonst

Ein wenig Abwechslung und viele Anregungen für Körper und Geist sind momentan noch wichtiger als sonst, und deshalb kommt Lilalu genau zum richtigen Zeitpunkt. Unter professioneller Anleitung können die Kinder hier viel Neues (kennen-)lernen, sich ausprobieren, ihre Geschicklichkeit und Kreativität ausbauen und ihre sozialen Kompetenzen trainieren.

Damit auch wirklich alle, die möchten, am Ferienprogramm teilnehmen können, gibt es ein Kontingent kostenfreier Plätze und Zuschüsse für Kinder aus Ingolstadt.

Seit vielen Jahren begeistern sich Kinder für das außergewöhnliche Angebot, das Lilalu in Ingolstadt zusammen mit dem Stadtjugendring organisiert. Ich danke allen, die zum Gelingen des Ferienprogramms beitragen, und wünsche den Kindern schon heute viel Spaß und tolle Tage bei Lilalu.“

Erprobte Alternativen – Rosalies Jahr 2020, von Online-Workshops bis Notbetreuung

Zu Beginn des letzten Jahres schien alles ganz normal zu sein. Rosalie, die ausgebildete Luftartistin und als echtes Lilalu-Urgestein vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bekannt ist, zeigte den jungen Artistinnen und Artisten in den Faschingsferien wie gewohnt Techniken, Tricks und Abfaller am Vertikaltuch. Vom „neuartigen Coronavirus“ hat sie, wie wir alle, zu diesem Zeitpunkt schon gehört. Welche Auswirkungen diese Nachricht auf den weiteren Verlauf des Jahres haben würde, war den meisten zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Als die Thematik greifbarer wurde, mussten die Luftartistik-Workshops pausieren. Die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Hilfestellungen an den Luftgeräten waren nicht mit den strengen Hygieneregeln zu vereinbaren, die Lilalu seit März umsetzt. So war Rosalie nicht wie geplant im Einsatz, langweilig wurde ihr aber dennoch nicht…

Rosalie, ausgebildete Luftartistin und langjähriges Mitglied der Lilalu-Familie, Foto: privat

Im ersten Lockdown gab es eine Maßnahme, die die meisten von uns so noch nicht erlebt haben: Gefühlt vom einen auf den anderen Tag schlossen Schulen und Kitas, die Kinder blieben zu Hause, die Eltern mussten umplanen. Um zumindest ein bisschen Abwechslung in die Münchner Kinderzimmer zu bringen, produzierte Rosalie, wie viele andere Lilalu-Workshopleiterinnen und Workshopleiter, Video-Tutorials, in ihrem Fall zum Thema Jonglage. „Sowas macht mir viel Spaß!“, berichtet uns Rosalie. „Eine Herausforderung ist die Technik, also zum Beispiel die Lichtverhältnisse und die Kameraführung. Und dass man vielleicht nicht die entsprechenden Räumlichkeiten hat.“ Da Rosalie aber bekanntlich prima erklären kann, wurde das Video sehr gut angenommen. Und sogar ein persönliches Feedback hat Rosalie erreicht, als sie im Olympiapark spazieren war: „Dort hat mich ein Vater angesprochen, dessen Kind mein Video gesehen hat und seitdem fleißig übt!“. Hier kannst du Rosalies Jonglage-Tutorial sehen.

Nachdem klar war, dass auch in den Pfingstferien kein Präsenz-Angebot stattfinden kann, konzipierte das Lilalu-Team das Online-Angebot Lilalu@Home. Rosalie war Teil des Themenbereichs „Geschick“ und gab den Teilnehmern auch dort Einblicke ins Thema Jonglage. Vor Beginn des Online-Angebots hatte Rosalie für das Begleitheft, das alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorab per Post erhielten, Skizzen zu verschiedenen Jonglage-Techniken gezeichnet. Eine Herausforderung für Rosalie war hier, dass sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht wie sonst persönlich Hilfestellung geben konnte, „aber das Bällebasteln war schon ziemlich cool und die Grundlagen der Jonglage gingen auch gut.“.

Die Hoffnung und der Glaube daran, dass ein Präsenzangebot in den Sommerferien stattfinden kann, wuchsen nach den Pfingstferien immer mehr und motivierten das Lilalu-Team sehr. Auch Rosalie konnte es kaum erwarten, auch im „echten Leben“ wieder für glückliche Kinderaugen zu sorgen. Als klar war, dass das Angebot stattfinden kann, fiel allen Beteiligten und sicherlich auch vielen Münchner Familien ein Stein vom Herzen. Dennoch musste auch hier umgeplant werden: Um die Veranstaltungsgröße zu reduzieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Familien das Ferienprogramm gut erreichen können, fanden die Sommer-Workshops 2020 nicht zentral im Olympiapark statt, sondern an drei Standorten in München verteilt. Mit dabei war zum ersten Mal das Kulturzentrum Feierwerk am Westpark. Hier hat sich sowohl unser Team als auch unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr willkommen und wohl gefühlt, wie Rosalie erzählt: „Das war voll gut! Toller Ort, ganz angenehme Atmosphäre, auch von den Leuten her, die dort arbeiten. Der Park direkt um die Ecke mit ganz viel Platz war richtig gut! Man könnte in den Hallen wahrscheinlich sogar Luftgeräte aufhängen. Natürlich ist das Feierwerk was anderes als die Zelte im Olympiapark, die ja vor allem für die Show sehr schön sind, aber es war echt super.“

Zudem wurden für das Präsenzangebot in den Sommerferien 2020 eigens neue, kontaktarme Workshops konzipiert. Rosalie leitete vor Ort unter anderem den neuen Workshop „Hoop, Hüpf, Hurra! – Hula Hoop, Rope Skipping & Akrobatik“. Sie selbst sagt: „Rope Skipping funktioniert super, besonders das große Seil. Da hat man die ganze Gruppe dabei und kann viele schöne Sachen machen. Die Kinder konnten ihre eigenen Shows mit viel Kreativität gestalten.“ Eine persönliche Erinnerung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollte es natürlich auch geben. Nach der positiven Erfahrung mit dem Begleitheft bei Lilalu@Home gestaltete das Lilalu-Team für das Sommerferienprogramm eine überarbeitete und liebevoll an ein Präsenz-Angebot angepasste Variante. In dem ähnlich zu einem Tage- oder Freundebuch gestalteten Heft, konnten Notizen zur Workshopgruppe, den eigenen (Ferien-)Träumen und dem neu Gelernten gemacht werden. „Das war eine gute Idee.“, sagt Rosalie. „Man musste die Kinder schon ein bisschen motivieren, aber wir haben uns jeden Tag zusammen hingesetzt und es ausgefüllt. Mal morgens, mal nachmittags oder auch in einer Pause zwischendurch.“

Eindrücke aus den verschiedenen alternativen Angeboten

Die gefürchtete „zweite Welle“ erreichte uns bekanntlich im Herbst und hatte einen zweiten Lockdown zur Folge. So konnte das Weihnachtsferienprogramm leider nicht wie geplant stattfinden. Innerhalb kürzester Zeit konnte das Lilalu-Team aber auf eine Notbetreuung umstellen, um so den Münchner Familien, die auf eine Betreuung angewiesen sind, unter die Arme zu greifen. Rosalie war auch hier im Einsatz und hatte mit dem kleinen Team vor Ort und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß: „Die Kinder haben sich total gefreut, dass sie in der Turnhalle mal rumrennen oder auf den Matten toben konnten. Wir haben das Programm immer abgewechselt, mal kreativ, dann ein bisschen Jonglage und Rope Skipping, und immer wieder freies Spielen oder Gruppenspiele zwischendrin. Wir sind auch immer wieder mal eine halbe Stunde auf den Spielplatz raus. Den Kindern hat es offensichtlich sehr gut getan, mal wieder rauszukommen.“

Was wir aus dem vergangenen Jahr mitnehmen? In Zeiten Von Corona ist Flexibilität gefragt, aber eines ist sicher: Mit genügend Kreativität und Engagement geht immer was!

Übrigens: Rosalie freut sich schon jetzt auf die Osterferien 2021 – nach über einem Jahr sind hier endlich wieder Workshops in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Vertikaltuch geplant.

Planungssicherheit für 2021 – Warum das für Familien so wichtig ist

Die Jahresplanung, die in den meisten Familien um den Jahreswechsel herum als fester Termin gilt und meist mit einem viel beschriebenen Kalender an der Kühlschranktür endet, gestaltet sich aktuell bekanntermaßen schwierig. Wovon soll man die Planung abhängig machen, wenn so viele Rahmenbedingungen ungeklärt sind?

Über diese und weitere Herausforderungen im Jahr 2021 haben wir uns mit Susanne Autengruber unterhalten.

Du bist Sachgebietsleiterin und Pädagogin bei Lilalu. Wie schätzt du die aktuelle Situation ein? Welche Herausforderungen gibt es?
Ich nehme die aktuelle Situation nicht nur im beruflichen Kontext als Herausforderung wahr, sondern sie betrifft mich, wie viele andere Eltern, auch privat. Ich bin Mutter zweier Kinder, deren Betreuung ich sicherstellen muss. Da mein Mann und ich beide voll berufstätig sind, konnten wir das Angebot der Notbetreuung nutzen. Aber es kommt schon auch vor, dass ich eine Videokonferenz habe und währenddessen auf meine Jüngste aufpassen muss. Da turnt sie halt auf mir rum, während ich versuche, mich auf das Gespräch zu konzentrieren.

Pädagogin und zweifache Mutter: Susanne Autengruber. Foto: privat

Beruflich beschäftigst du dich ja aktuell täglich mit den aktuellen Infektionszahlen, Regelungen und den daraus resultierenden Folgen für die geplanten Lilalu-Angebote. Welche Fragen stellst du dir privat?
Die Öffnung der Kindertagesstätten ist ja relativ kurzfristig erfolgt. Wenn jetzt der Inzidenz-Wert eine bestimmte Marke überschreitet, werden sie wieder geschlossen… Und man weiß nicht, wie lange der Lockdown noch geht und wann auch die Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Wann kann ich mit meinen Kindern einen Besuch bei den Großeltern planen? Wann können wir mal wieder unbeschwert einen Ausflug machen? Dürfen wir die nächsten Kindergeburtstage wieder mit Gästen feiern? Wann können wir mit den Kindern einfach wieder rausgehen, ohne auf Abstand zu achten? Wann können unsere Töchter wieder unbefangen mit ihren Freundinnen und Freunden spielen?

Inwieweit betrifft die Situation deine private Jahresplanung?
Mein Mann und ich müssen, wie so viele andere Familien auch, spätestens im Januar unsere Urlaubstage für das ganze Jahr beantragen. Ein bisschen Flexibilität bleibt mir da zwar, aber das betrifft nur einzelne Tage, das Grundgerüst steht dann und bleibt auch so. Gerne würden wir mit unseren Kindern Urlaub machen, können aktuell aber noch gar nicht sagen, wann und in welcher Form das möglich sein wird. Wenn wir Pech haben, ist dies in dem Zeitraum, in dem wir unseren Urlaub geplant haben, noch gar nicht wieder möglich.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist image00001.jpeg.
Homeworking: Noemi beim Ostereier bemalen. Foto: privat

Im „zu Hause Urlaub machen“ sind ja nach dem letzten Jahr die meisten Familien erfahren. Wie gehst du mit den Zeiträumen um, in denen die Kitas und Schulen geschlossen haben?
Ich weiß jetzt schon, dass meine Kinder in den Sommerferien betreut werden müssen, weil ihre Kita zwei Wochen zu hat. Hier ist es für mich eine große Erleichterung, dass viele Münchner Ferienanbieter und auch wir bei Lilalu trotz der aktuellen Situation Tickets für alle Schulferienwochen im Vorverkauf anbieten. So unsicher die Lage für viele Bereiche im Moment ist, so sehr hilft es mir, dass ich zumindest die Betreuung während der Kita-Schließzeiten sicherstellen kann. Als Sachgebietsleiterin weiß ich, dass Lilalu sein Angebot innerhalb sehr kurzer Zeit auf jegliche Maßnahmen anpassen kann – von der Reduzierung der Gruppengröße über die Anpassung der Workshopdisziplinen bis hin zum Angebot einer Notbetreuung für die Kinder berufstätiger Eltern haben wir im letzten Jahr alle Varianten durch. Das gibt mir Sicherheit.

Das heißt, die Eltern und Erziehungsberechtigten können sich auf die gebuchte Lilalu-Betreuung im Jahr 2021 verlassen?
Ja! Zumindest eine Notbetreuung können wir, Stand heute, immer anbieten, sodass Eltern und Erziehungsberechtigte, die auf die Betreuung ihrer Kinder im gebuchten Zeitraum angewiesen sind, sich wie gewohnt auf uns verlassen können. Natürlich hoffe ich, sowohl in meiner Funktion als Sachgebietsleiterin als auch als Mutter, dass möglichst bald Normalität einkehrt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Lilalu in unseren vielfältigen Workshopangeboten unbeschwert ihre Ferienzeit genießen können. Bis dahin machen wir alle zusammen das Beste draus!

Abwechslung vom Corona-Alltag – Zeit, Kind zu sein

„Jeden Tag der gleiche, ereignis- und entdeckungsarme Trott. Seit Wochen hängen meine beiden Kinder im Lockdown-Alltag fest. Setzen sich, selbst in der Faschingszeit, morgens an den Laptop (sofern er funktioniert und nicht mit wüsten Schimpfkanonaden bedacht wird), melden sich zum Homeschooling an (sofern das System mitspielt, was oft genug nicht der Fall ist), nehmen bis mittags oder nachmittags am Live-Unterricht teil (sofern die Aufmerksamkeitsspanne ausreicht, was nicht immer der Fall ist), machen teilweise bis spät abends Hausaufgaben (Abgabetermin ist ja auch gerne mal um 23.59 Uhr). Kontakte zu ihren Freundinnen und Freunden halten sie meist nur per Telefon oder Messenger-Dienst, in der Freizeit gehen sie maximal zu zweit spazieren oder beschäftigen sich so gut wie möglich alleine. Aus der puren Langeweile heraus kochen sie sich dann schon mal durch alle möglichen und unmöglichen Rezepte. Greifen tatsächlich mal wieder zu einem Buch. Oder überlegen sogar, ihr Zimmer aufzuräumen… Und bei den jüngeren Kindern in meinem Bekanntenkreis passiert meistens nicht viel mehr: Nach der Notbetreuung im Kindergarten oder im Homeoffice der eigentlich arbeiten müssenden Eltern besteht der Höhepunkt des Tages oft darin, auf dem immer gleichen Weg zum immer gleichen Spielplatz zu gehen, in der Hoffnung, dort nicht auf zu viele andere Kinder zu treffen.“

So wie einer Lilalu-Mitarbeiterin (und Mutter zweier schon relativ selbstständiger Kinder) geht es derzeit vielen Eltern. Die Corona-Krise hinterlässt Spuren bei den Kindern und im Familiengefüge. Wie sehr wünscht man den Kindern mal wieder Abwechslung. Rauskommen, Neues sehen, Kontakte pflegen, einfach unbeschwert Kind sein dürfen. Jedenfalls für ein paar Tage. Und wie froh wäre man selbst über ein bisschen Entlastung vom anstrengenden Alltag zwischen Homeoffice und Homeschooling, zwischen Kontaktbeschränkung und potenziell drohendem Familienchaos. Die Lilalu-Programme bieten natürlich auch keinen Ausweg aus der Corona-Krise. Aber sie geben Kindern und Teenagern zumindest für eine oder mehr Wochen die Möglichkeit, den Alltag hinter sich zu lassen und innerhalb eines sicheren Raumes neue Erfahrungen zu machen und sich sportlich wie künstlerisch auszuprobieren. Und das tut den Kindern (und ihren Familien) einfach gut. Ob in den Ferien oder während der Schulprogramme, die Lilalu neben den Ferien-Workshops anbietet: „Zu Beginn des Schuljahres“, erzählte dem Lilalu-Team kürzlich der Vater eines Erstklässlers, „durfte mein Sohn mit seiner ersten Klasse an einer Lilalu-Projektwoche teilnehmen, die dank eines durchdachten Hygienekonzeptes trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. Für meinen Sohn, der während der Pandemie eingeschult wurde, war es sehr wichtig, eine Woche unbeschwerten Schulalltag zu erleben. Die Projektwoche hat ihm sichtlich gutgetan. Vielen Dank!“

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten