Zappelphilipp, Kickboxerin, Tänzerin – unsere Workshopleiterin Miriam

Schon immer hat sich Miriam gerne und viel bewegt. Als Kind probierte sich die heute 28-Jährige in den verschiedensten Sportarten aus, zum Beispiel Ballett und Judo. „Mein Bewegungsdrang war sehr stark, und ich bin ein kleiner Zappelphilipp gewesen.“ Als Teenager fing sie an, Hip-Hop zu tanzen, und mit 17 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Kickboxen. Diesen Sport betrieb sie acht Jahre lang aktiv und trainierte auch eine Jugendgruppe. Gezeichnet und gebastelt hat sie auch immer gern und besuchte deshalb in der Schule den Kunstzweig und schloss die mittlere Reife erfolgreich ab. „Dann habe ich mich für den aktiven und sportlichen Teil in mir entschieden und habe 2011 mit der dreijährigen Ausbildung zur Gymnastiklehrerin begonnen.“ Während ihrer Ausbildung lernte sie auch die Lilalu-Workshopleiterin Anna kennen, die ihr immer wieder von Lilalu erzählte.

Nach der Ausbildung arbeitete die Münchnerin selbstständig in der Fitnessbranche und gab vor allem Pilates-Kurse. Auch in der Trainingstherapie sammelte sie in einer Physiotherapie-Praxis Erfahrungen. „Und es hat mich auch wieder zum Tanz gezogen“, und so tanzt sie bis heute mit viel Freude in einer Tanzschule – hauptsächlich Hip-Hop und Jazz. Kurse in den Bereichen Pilates oder Prävention/Reha-Sport hält sie nach wie vor. Miriam erzählt, wie viel Spaß ihr die Stunden machen und wie gerne sie mit anderen Menschen trainiert, für die Zukunft möchte sie aber ein sicheres erstes Standbein. Deshalb macht sie seit September 2020 eine Ausbildung als Ernährungsassistentin in Vollzeit. Hier kann sie auch wieder ihre kreative Seite einbringen und lernt so beispielsweise nähen, stricken und häkeln. „Es ist spannend, was man damit alles machen kann.“ Anschließend wird sie im kommenden September den Fachlehrer für Gestalten und Ernährung beginnen. Dieser dauert zwei Jahre, und das folgende Referendariat nochmal zwei Jahre. Nach dem Abschluss ist Miriam dann Lehrerin für Ernährung, Gestalten und Sport und kann an Realschulen, Mittelschulen, Gymnasien oder Berufsfachschulen unterrichten.

In den vergangenen Jahren zog es Miriam auch öfter ins Ausland. So war sie 2016 für vier Monate in Neuseeland und 2018 für zweieinhalb Monate in Südostasien unterwegs. „Wenn ich könnte, würde ich am liebsten sofort wieder los“, schwärmt Miriam. Für sie waren die Reisen sehr hilfreich und lehrreich, um den eigenen Horizont zu erweitern und um aus der eigenen „Bubble“ rauszukommen. „In der Zeit entwickelt man sich so extrem, obwohl man nur ein paar Monate weg ist, und oft fällt einem das erst auf, wenn man wiederkommt und daheim ist alles noch beim Alten.“

Vor allem auf ihren Reisen schnappte sich Miriam sich immer wieder das Surfbrett und wagte sich in die Wellen. Im Sommer 2020 hat die Münchnerin das Surfen am Eisbach für sich entdeckt und hatte so wenigstens ein bisschen Sommerurlaub daheim.

Ebenfalls im vergangenen Sommer arbeitete Miriam das erste Mal für Lilalu, als Workshopleiterin in der Dance Academy. Sie probiert immer gerne neue Sachen aus und erinnerte sich noch an die vielen Erzählungen von Anna. So entschied sie sich, auch bei Lilalu ihr Wissen und ihre Erfahrung an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die 28-Jährige schätzt vor allem die tolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. „Das ganze Team ist super sympathisch, man trifft so viele interessante Persönlichkeiten, die mit ihrer Art begeistern können.“ In ihrem Workshop erarbeitete sie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Choreografie, die sie am Ende der Woche auch anderen Gruppen präsentierten. „So hatten die Kids ein Erfolgserlebnis, da sie gesehen haben, was sie alles in der Woche auf die Beine gestellt haben – jeder einzelner für sich selbst und als Gruppe.“ Es herrschte eine gute Balance zwischen Training und freien Spielen, die Kinder wurden immer viel miteinbezogen. „Sie haben zum Beispiel die Spiele ausgesucht und wir haben gemeinsam eine Playlist erstellt mit den Lieblingsliedern der Kinder.“ Miriam erzählt uns, wie viel Spaß ihr die Arbeit mit Kindern macht und dass sie das unbedingt beibehalten möchte. Na dann, bis ganz bald!

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