Abwechslung vom Corona-Alltag – Zeit, Kind zu sein

„Jeden Tag der gleiche, ereignis- und entdeckungsarme Trott. Seit Wochen hängen meine beiden Kinder im Lockdown-Alltag fest. Setzen sich, selbst in der Faschingszeit, morgens an den Laptop (sofern er funktioniert und nicht mit wüsten Schimpfkanonaden bedacht wird), melden sich zum Homeschooling an (sofern das System mitspielt, was oft genug nicht der Fall ist), nehmen bis mittags oder nachmittags am Live-Unterricht teil (sofern die Aufmerksamkeitsspanne ausreicht, was nicht immer der Fall ist), machen teilweise bis spät abends Hausaufgaben (Abgabetermin ist ja auch gerne mal um 23.59 Uhr). Kontakte zu ihren Freundinnen und Freunden halten sie meist nur per Telefon oder Messenger-Dienst, in der Freizeit gehen sie maximal zu zweit spazieren oder beschäftigen sich so gut wie möglich alleine. Aus der puren Langeweile heraus kochen sie sich dann schon mal durch alle möglichen und unmöglichen Rezepte. Greifen tatsächlich mal wieder zu einem Buch. Oder überlegen sogar, ihr Zimmer aufzuräumen… Und bei den jüngeren Kindern in meinem Bekanntenkreis passiert meistens nicht viel mehr: Nach der Notbetreuung im Kindergarten oder im Homeoffice der eigentlich arbeiten müssenden Eltern besteht der Höhepunkt des Tages oft darin, auf dem immer gleichen Weg zum immer gleichen Spielplatz zu gehen, in der Hoffnung, dort nicht auf zu viele andere Kinder zu treffen.“

So wie einer Lilalu-Mitarbeiterin (und Mutter zweier schon relativ selbstständiger Kinder) geht es derzeit vielen Eltern. Die Corona-Krise hinterlässt Spuren bei den Kindern und im Familiengefüge. Wie sehr wünscht man den Kindern mal wieder Abwechslung. Rauskommen, Neues sehen, Kontakte pflegen, einfach unbeschwert Kind sein dürfen. Jedenfalls für ein paar Tage. Und wie froh wäre man selbst über ein bisschen Entlastung vom anstrengenden Alltag zwischen Homeoffice und Homeschooling, zwischen Kontaktbeschränkung und potenziell drohendem Familienchaos. Die Lilalu-Programme bieten natürlich auch keinen Ausweg aus der Corona-Krise. Aber sie geben Kindern und Teenagern zumindest für eine oder mehr Wochen die Möglichkeit, den Alltag hinter sich zu lassen und innerhalb eines sicheren Raumes neue Erfahrungen zu machen und sich sportlich wie künstlerisch auszuprobieren. Und das tut den Kindern (und ihren Familien) einfach gut. Ob in den Ferien oder während der Schulprogramme, die Lilalu neben den Ferien-Workshops anbietet: „Zu Beginn des Schuljahres“, erzählte dem Lilalu-Team kürzlich der Vater eines Erstklässlers, „durfte mein Sohn mit seiner ersten Klasse an einer Lilalu-Projektwoche teilnehmen, die dank eines durchdachten Hygienekonzeptes trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. Für meinen Sohn, der während der Pandemie eingeschult wurde, war es sehr wichtig, eine Woche unbeschwerten Schulalltag zu erleben. Die Projektwoche hat ihm sichtlich gutgetan. Vielen Dank!“

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