Erfolgreich in einer Männerdomäne – die Schleuderbrett-Artistin Dana

Die Liebe zur Artistik entdeckte Dana schon mit sechs Jahren: Dem Beispiel ihrer großen Schwester folgend, ging sie zum Kinderzirkus in ihrer Heimatstadt Unna (Nordrhein-Westfalen) und entdeckte dort ihre Leidenschaft für die Zirkuskunst. Dana probierte sich in verschiedenen Disziplinen aus: Akrobatik, Einradfahren, Luftartistik und mehr. Mit zwölf Jahren erfuhr sie mehr durch Zufall von der staatlichen Artistenschule in Berlin. Sie bewarb sich – und zog mit 14 Jahren nach Berlin, um dort ihre Ausbildung anzufangen. An der Schule lernte Dana Kyra kennen. Gemeinsam entdeckten die beiden die Disziplin Schleuderbrett für sich. Weil die Arbeit mit dieser artistischen Wippe, auch Teeterboard genannt, an der Artistenschule nicht so verbreitet war, brachten sich die beiden viele Tricks selbst bei. „Das war learning by doing“, erzählt die heute 23-Jährige.

Die Arbeit hat sich gelohnt: 2017, nach fünf Jahren, absolvierte das Duo erfolgreich seine Ausbildung und erhielt dafür den Nachwuchspreis „Sprungbrett“. Seither treten Dana und Kyra auch gemeinsam auf, und in dem männerdominierten Bereich der Schleuderbrett-Artistik haben sie ein Alleinstellungsmerkmal als weibliches Duo. Zusätzlich zu ihrem Teeterboard-Act haben die beiden auch eine Nummer mit Partnerakrobatik im Repertoire. Ein Highlight war für Dana ein Auftritt auf der Open Stage beim Berlin Circus Festival auf dem Tempelhofer Feld.

Dana im Handstand. Foto: LunArt

Außerdem hat die junge Frau auch zwei Solo-Acts ausgearbeitet. Diese konnte sie allerdings noch nicht zeigen, weil Corona dazwischen kam – öffentliche Auftritte sind für Artistinnen und Artisten derzeit kaum möglich. Dana trainiert aber natürlich auch in Pandemie-Zeiten weiter. Im Moment muss sie das alleine tun, weil ihre Partnerin verletzt ist. Ihr Schwerpunkt liegt derzeit auf Bodenakrobatik und Handständen. Ein Traum der jungen Artistin ist, einmal auf einem Schiff aufzutreten.

Wenn Dana nicht auf der Bühne steht, verbringt sie im Winter normalerweise gerne Zeit im Schnee – so, wie sie es schon als Kind mit ihrer Familie getan hat. Bereits mit vier Jahren stand Dana das erste Mal auf Skiern, mit acht Jahren begann sie, Snowboard zu fahren. „Ich liebe Wintersport“, schwärmt Dana. Diese Liebe gibt die Wahl-Berlinerin auch gerne weiter: Sie hat eine Grundausbildung als Ski- und Snowboardlehrerin gemacht; im Winter 2019/2020 gab sie dann eine ganze Saison lang Kurse für Kinder. Dana empfand das als tolle Erfahrung, und sie kann sich vorstellen, das wieder einmal zu machen, wenn es möglich ist. Auch, weil der 23-Jährigen, die alleine wohnt, das „Klassenfahrt-Feeling“ gefällt, das dabei herrscht.

Seit Kurzem studiert Dana online in Teilzeit Ernährungswissenschaften. Sie lebt vegan und interessiert sich für einen bewussten Lebensstil und kann sich vorstellen, sich in Zukunft auf die Beratung von Sportlern zu spezialisieren. „Aber das dauert noch, ich bin ja gerade mal im ersten Semester“, lacht sie.

Seit den Osterferien 2018 ist die Schleuderbrett-Artistin Teil der Lilalu-Familie und gibt ihre Begeisterung an der Bewegung an die Teilnehmenden weiter. „Mir macht es besonders Spaß zu sehen, wie die Kinder sich im Laufe einer Woche entwickeln. Zu Beginn sind es noch „fremde“ Kinder, und am Ende der Woche präsentieren sie ganz stolz die gemeinsam erarbeitete Darbietung“, freut sich Dana. Mehr über Dana und Kyra erfahrt ihr auch auf ihrer Website unter www.dana-kyra.com.

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