Welche Superkräfte unsere Workshopleitungen haben – und woran sie immer wieder scheitern

Ein Superheld, eine Superheldin: Was ist das eigentlich? Für die Angestellten des amerikanischen Comicbuch-Verlages Marvel, die der Legende nach am 28. April 1995 den „Tag der Superhelden“ ins Leben gerufen haben, waren es wohl klassische Comic-Helden wie Spider-Man, der schüchterne Junge, der sich auf einmal fortbewegen kann wie eine Spinne, oder Wonder Woman, die übermenschlich starke Frau mit dem magischen Lasso. Für viele in Europa aufgewachsene Kinder waren es vermutlich starke Figuren wie Asterix und Pippi Langstrumpf oder der Zauberer Harry Potter.

Heldenhaft im wahren Leben

Doch wer will, findet Superheldinnen und Superhelden nicht nur in Literatur, Film und Theater, sondern auch im wahren Leben: Die Kollegin, die einem einen Berg Arbeit abnimmt und ihn auf magische Weise zu einem zu bewältigenden Hügel schrumpfen lässt. Der Nachbar, der es schafft, endlich die kaputte Wasserleitung abzudichten und damit die Flut in der Wohnung zu stoppen. Die schmächtige Großtante, die bei der Pflege ihres bettlägerigen Mannes täglich ungeahnte Kräfte beweist. Der Freund, der genau im richtigen Moment anruft, um einem in seinem Liebeskummer beizustehen.

Superkräfte und kleine Schwächen

Und da sind die Menschen, die mit ihren Superkräften als Workshopleitungen oder pädagogische Leitungen bei Lilalu arbeiten. Die auf Händen laufen können, super stark sind, fliegen können, sich um tausend Dinge auf einmal kümmern und dabei noch ein Lächeln im Gesicht haben. Unfehlbar sind natürlich auch sie nicht, sie scheitern immer wieder, bei der Wahl des richtigen Schuhwerks zum Beispiel, oder beim Öffnen eines Marmeladenglases. Aber eine Achillesferse haben ja auch andere. Und genau das ist es, was sie so nahbar macht. Zu ganz realen Heldinnen und Helden.

Foto: privat

Ich kann laufen, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren.
Aber es ist schwierig, passende Schuhe zu finden.

Mirko, Handstand-Artist
Foto: privat

Meine Superkraft ist: über Mauern fliegen.
Manchmal bleibe ich aber auch an Mauern hängen.

Fabian, Parkour-Künstler
Foto: PanRay Photography

Meine Superkraft ist es, mit magisch-teuflischen Schnüren Riesen-Jo-Jos auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen und diese in den Himmel zu schießen.
Meistens krieche ich jedoch auf allen vieren herum und versuche verzweifelt, in den Ecken meiner Trainingshalle meine Diabolos wiederzufinden.

Jonas, Diabolo-Artist
Vanessa, Erzieherin und Lilalu-Workshopleiterin
Foto: privat

Ich bin Erzieherin und kann gleichzeitig Raketen aus Klopapierrollen basteln, im Kopf das nächste Elterngespräch vorbereiten, Tränen trocknen, Streit schlichten, Spielzeugautos durch den TÜV winken und Aramsamsam singen.
Aber wenn dann noch die Toilette überläuft – wo sind meine zusätzlichen Hände?!

Vanessa, Erzieherin
Foto: privat

Meine Superkraft ist die Superstärke. Ich bin so stark, dass ich meinen Flyer (also die Person, die beim Cheerleading-Stunt oben steht) durch die Lüfte werfen kann.
Das Marmeladenglas bekomme ich aber trotzdem nie auf.

Vasco, Cheerleader
Foto: privat

Ich kann es schaffen, dass man trotz unterschiedlicher Meinungen zueinander findet…
Außer, es geht um die Diskussion zwischen einem Bayern- und einem Dortmund-Fan.

Nadine, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Foto: privat

Meine Superpower ist das Fliegen. Ich komme aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und sammle neue Power, um mich für den nächsten Flug bereit zu machen.

Nadja, Tanztrapez-Artistin
Foto: privat

Ich kann so fest schießen wie eine Rakete und kann sogar durch Mauern schießen.
Aber leider nicht durch echte Mauern, sondern nur durch die Freistoßmauer beim Fußball.

Ralph, Athletik-Trainer
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