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„Es ist schön, Jugendliche auf ihrem Weg zu begleiten und sie zu unterstützen“

Im Porträt: Maria, Ansprechpartnerin für die Ferienbetreuenden bei Lilalu

„Alle meine engen Freundinnen haben angefangen zu studieren, und ich hab mich nicht getraut, alleine auf Reisen zu gehen.“ Das war mit ein Grund, weshalb Maria direkt nach dem Abitur auf die Uni gegangen ist, obwohl sie eigentlich gerne noch die Welt entdecken wollte. Der Hauptgrund aber war, dass die Münchnerin, die bei Lilalu jetzt Ansprechpartnerin für die Ferienbetreuenden ist, schon ganz lange wusste, was sie beruflich machen will: mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Maria am Strand bei Kapstadt, wo sie in einem Freiwilligenprojekt gearbeitet hat. Foto: privat

„Ich bin ein Familienmensch“

„Ich bin ein ziemlicher Familienmensch“, sagt die 25-Jährige, die seit vergangenem Herbst als Pädagogin bei unserem Ferienprogramm arbeitet. „Ich habe zwei ältere Schwestern und einen älteren Bruder, eine Nichte und einen Neffen und werde bald zum dritten Mal Tante. Wir sehen uns alle ganz oft und machen viel zusammen.“ Und weil Maria „gerne kreativ unterwegs“ ist, näht sie auch ziemlich viel für die Kinder. Außerdem macht Maria gerne Schmuck, baut zusammen mit ihrem Freund Möbel für die gemeinsame Wohnung, geht sehr gerne wandern und bei Gelegenheit tauchen.

„Soziale Arbeit ist viel cooler“

Ursprünglich hatte Maria den Plan, Psychologie zu studieren. „Dann dachte ich mir aber, Soziale Arbeit ist viel cooler, weil man da viel mehr Möglichkeiten hat, was man arbeiten kann und mit wem.“ Sie schrieb sich an der Katholischen Stiftungshochschule in Haidhausen ein – und war begeistert, wie viel Wissen man in diesem Studium vermittelt bekommt. Das konnte sie von Anfang an auch praktisch umsetzen: Neben dem Studium arbeitete Maria in Kinder- und Jugendtreffs und einer offenen Ganztagsschule, unterstützte die Schulsozialarbeit an einer Grundschule, half bei einem Bildungswerk bei der Organisation von Technik-Camps für Mädchen und engagierte sich ehrenamtlich als Trainerin für Geräteturnen in einem Sportverein.

„Kinder haben einen unbedarften Blick“

„Ich finde die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer interessant und bereichernd“, sagt Maria. „Man kommt in die Arbeit und weiß nie, was passiert. Deswegen muss man immer für eine Überraschung zu haben sein und flexibel reagieren.“ Außerdem seien die Kinder oft „auch einfach lustig“ – zum Beispiel, wenn sie erklären, wie sie auf ungewöhnliche Wortkreationen gekommen sind. „Kinder haben oft noch eine ganz unbedarfte Sicht auf die Welt und zeigen einem, wie kompliziert man als Erwachsener manche Sachen macht.“

Jugendliche bei Schwierigkeiten unterstützen

Und: „Es ist schön, wenn man Jugendliche auf ihrem Weg begleiten kann und die Fortschritte sieht, die sie machen. Und wenn man weiß, dass man sie auch bei Schwierigkeiten unterstützen kann.“ In der Zeit zwischen Bachelor und Master verbrachte Maria einige Monate im Ausland („da habe ich mich dann doch getraut“). Nach Reisen durch Amerika, Thailand und Südafrika arbeitete die Münchnerin für zwölf Wochen in einem Freiwilligenprojekt in einem Township in Kapstadt.

Freiwilligenarbeit in einem Township

Vormittags half sie bei der Kinderbetreuung, nachmittags machte sie Näh- und Perlenstickerei-Workshops für junge Frauen, die zu Hause Gewalt erfahren haben. Eine eindrückliche Erfahrung für Maria – „auch weil man dort ein gelingendes Zusammenleben der unterschiedlichsten Kulturen erleben durfte: In dem Township leben Menschen zusammen, die in Südafrikas Geschichte ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und auch Ungleichbehandlung ausgesetzt waren.“

Erste Ansprechperson für die Ferienbetreuenden

Nach ihrem Master der Bildungswissenschaften bewarb sich Maria bei Lilalu – „weil die Arbeit hier so abwechslungsreich ist“. Als Teil des pädagogischen Teams gestaltet Maria das Ferienprogramm mit und ist vor Ort Ansprechpartnerin für pädagogische Fragen. Ihr Hauptjob bei Lilalu ist die Begleitung der ehrenamtlichen Ferienbetreuenden: „Ich suche neue Ferienbetreuende, bereite sie auf ihren Einsatz vor und stehe ihnen dann als erste Ansprechpartnerin zur Seite.“ Was ihr dabei am wichtigsten ist? „Dass sich alle Ferienbetreuenden bei uns wohlfühlen und eine gute erste Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen machen können.“

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