Professionelles Hygienekonzept – Was bedeutet das bei Lilalu?

Klar, Abstand, Hygiene, Maske: Darauf muss jede/r im Corona-Alltag achten. Das Team eines Ferienprogramms aber muss noch viel mehr bedenken, um den Infektionsschutz für die Kinder und die Mitarbeitenden zu gewährleisten. Wie hält man in der Früh beim Bringen der Kinder die Abstände ein? Wer desinfiziert die Turnhallen? Welche Vorgaben gelten überhaupt für freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe? Und, nicht zuletzt: Wie vermittelt man die ganzen Regeln den Teilnehmenden so, dass sie sich miteingebunden fühlen und bei allem die Freude am Miteinander und der Spaß am sportlichen und künstlerischen Ausprobieren im Vordergrund stehen? Antworten darauf gibt hier Julia Grohnert aus der Lilalu-Sachgebietsleitung.

Was muss man denn alles beachten, wenn man ein Hygienekonzept für ein Ferienprogramm erstellt?

Julia Grohnert (lacht): Am Anfang muss man erst mal ganz viel lesen. Wir haben uns informiert, welchen Anforderungen Hygienekonzepte genügen müssen, wie sie im Detail gestaltet werden müssen und welche Verordnungen, Rahmenhygienepläne und Empfehlungen für uns als Anbieter eines Ferienprogramms überhaupt gelten. Den Rahmen gibt dabei die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vor. Wichtig sind auch die für uns geltenden Rahmenhygienepläne, die von verschiedenen Ministerien veröffentlicht werden, sowie das Hygienekonzept des Referats für Bildung und Sport zur Nutzung der städtischen Turnhallen.

Anschließend sind wir unser Ferienprogramm Schritt für Schritt durchgegangen, um herauszufinden, an welchen Stellen Anpassungen notwendig sind. Wir haben kritische Situationen identifiziert und geschaut, in welchen unserer bisherigen Abläufe die neuen Regeln und Maßnahmen nicht eingehalten werden können. Infolge dieser Analyse haben wir konkrete Maßnahmen für das Lilalu-Programm abgeleitet.

Wir haben also alle Informationen zusammengeführt und im nächsten Schritt geschaut, wie wir die Vorgaben für unser Programm adaptieren können. Als wir das erste Hygienekonzept zu Beginn der Pandemie entwickelt haben, haben wir uns mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus dem Bevölkerungsschutz der Johanniter-Unfall-Hilfe abgesprochen. Aus dieser engen Zusammenarbeit haben wir wertvolle Tipps für unser Konzept erhalten. Das Lilalu-Hygienekonzept haben wir natürlich auch beim Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München eingereicht, um von öffentlicher Seite eine Einschätzung dazu zu bekommen.

Und damit steht das Konzept dann?

Nein… Es muss fortlaufend aktualisiert werden, denn die behördlichen Vorgaben ändern sich ja auch immer wieder. Wir passen das Hygienekonzept jeweils an die aktuellen Vorgaben an und erarbeiten auch für die örtlichen und jahreszeitlichen Gegebenheiten individuell angepasste Maßnahmen. So kann die Bringsituation im Sommer beispielsweise im Freien stattfinden, während im Winter andere Alternativen gefunden werden müssen. Das Hygienekonzept ist genauso dynamisch wie die Gesamtsituation und muss jederzeit den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.

Wie sehen die Regelungen konkret aus?

Bei der Bringsituation der Kinder am Morgen zum Beispiel dürfen nicht zu viele Menschen auf oder in einem Raum sein. Sie müssen zudem Abstand zueinander halten. Wir bei Lilalu überlegen uns im Detail, wie wir das vor Ort gestalten können. Außerdem stehen in unserem Hygienekonzept natürlich auch die wichtigsten Standard-Maßnahmen, beispielsweise zum Abstand, zu den Masken und zur Kontaktnachverfolgung. Zu jedem Punkt gibt es ausgearbeitete Regelungen zur Umsetzung vor Ort.

Warum gibt es bei Lilalu eigens Hygienebeauftragte?

Die Hygienebeauftragten an allen Standorten sorgen dafür, dass die im Hygienekonzept festgelegten Maßnahmen und Abläufe in der Praxis auch eingehalten werden. Und: Haben Mitarbeitende, Kinder oder Eltern Fragen zu den Hygieneregeln oder zu deren Umsetzung, stehen sie mit Rat und Tat zur Seite.

Die Fachkräfte erinnern die Kinder zum Beispiel an das Tragen ihrer Maske und achten darauf, dass der Abstand gewährleistet ist. Sie unterstützen die Teammitglieder am Infopoint bei der Umsetzung der Maßnahmen für die Bring- und Abholsituation. Für einen reibungslosen Ablauf ist hier nämlich auch einfach Manpower gefragt. Die Hygienebeauftragten kennen die ganzen Regeln im Detail und wissen, ob sich etwas im Vergleich zu vorherigen Ferienproduktionen verändert hat.

Außerdem kennen sie die Besonderheiten der jeweiligen Standorte und helfen bei der regelmäßigten Desinfektion des Veranstaltungsortes mit. Die genutzten Räumlichkeiten und Sanitärräume werden täglich durch ein Reinigungsunternehmen gereinigt und desinfiziert. Um die Standards einzuhalten, sind zusätzlich noch die Hygienebeauftragten im Einsatz, so säubern und desinfizieren sie zum Beispiel regelmäßig die Türklinken und andere häufig angefasste Flächen.

Wie kommen denn die Kinder mit den ganzen Maßnahmen zurecht?

In den Sommerferien 2020, als wir erstmals die neuen Maßnahmen in einem Präsenzprogramm umgesetzt haben, hatten wir 1.500 Kinder in unseren Workshops. Ich muss sagen, ich war begeistert, mit welcher Selbstverständlichkeit die Kinder die AHA-Maßnahmen umgesetzt haben. Trotz der einschränkenden Regeln waren den Kindern deutlich der Spaß und die Freude während der Workshops anzusehen. In der Gruppe wurden die neuen Regeln gemeinsam besprochen. Jeder konnte sich einbringen, und Sorgen und Wünsche fanden ihren Platz. Nur wenn die Maßnahmen von Kindern, Eltern und Team getragen werden, kann ein erfolgreicher Programmablauf gewährleistet werden. Und genau darum bemühen wir uns stetig bei Lilalu.

Kostenfreie Stornierung – bei Absage Geld zurück

Lockdown, Homeschooling, Kontaktbeschränkungen, immer wieder neue Regelungen zum Infektionsschutz… Wie sollen Familien da die Ferienbetreuung 2021 planen? Ist das nicht auch mit vielen Unsicherheiten und Risiken verbunden?

Nein. Nicht bei Lilalu. Denn wir bieten bei Absage eine kostenfreie Stornierung an: Sollte eines der Ferienprogramme 2021 wider Erwarten nicht stattfinden können, setzen wir uns proaktiv mit den Kunden in Verbindung und erstatten den Teilnehmerbetrag zurück.

Wir möchten den Familien mit diesem Versprechen so viel Planungssicherheit wie möglich geben. Denn wir wissen um die Situation der Familien in der Corona-Krise. Auch wir wissen, welche psychischen und auch finanziellen Belastungen Kinder und Eltern bewältigen müssen. Und wir wissen auch, welche Herausforderung es alleine schon bedeutet, Acht-Stunden-Tage im Homeoffice mit Distanzunterricht, Hausaufgabenhilfe und Kinderbetreuung zu vereinbaren. Da fordert, während man eigentlich eine Videokonferenz hat, das kleine Kind sein Recht auf Nähe und Aufmerksamkeit ein, und das große Kind braucht dringend jetzt sofort Hilfe, weil mitten im Biologie-Referat die Kamera rumzickt…

Das Lilalu-Team ist immer erreichbar – ob im Büro oder im Homeoffice

In den Ferien soll es diesen Druck nicht geben. Da sollen die Kinder endlich mal wieder unbeschwert Kind sein dürfen, und die Eltern Familie und Beruf möglichst entspannt verbinden können. Wir von Lilalu möchten unseren Teil dazu beitragen. Deswegen hat unser Team Konzepte für die verschiedensten Szenarien geplant und informiert die Eltern immer so schnell und umfassend wie möglich über das aktuelle Angebot. Und deswegen sind unsere Mitarbeitenden natürlich auch in der Corona-Krise immer per Telefon erreichbar. Manchmal erwischt man uns dann im Büro (die Briefe wollen ja auch gelesen und beantwortet werden). Meistens aber führt die Rufumleitung auf das Handy einer Mitarbeiterin, die dann, mitunter zwischen Kind und Katze, alle Fragen rund um Lilalu beantwortet.

Zappelphilipp, Kickboxerin, Tänzerin – unsere Workshopleiterin Miriam

Schon immer hat sich Miriam gerne und viel bewegt. Als Kind probierte sich die heute 28-Jährige in den verschiedensten Sportarten aus, zum Beispiel Ballett und Judo. „Mein Bewegungsdrang war sehr stark, und ich bin ein kleiner Zappelphilipp gewesen.“ Als Teenager fing sie an, Hip-Hop zu tanzen, und mit 17 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Kickboxen. Diesen Sport betrieb sie acht Jahre lang aktiv und trainierte auch eine Jugendgruppe. Gezeichnet und gebastelt hat sie auch immer gern und besuchte deshalb in der Schule den Kunstzweig und schloss die mittlere Reife erfolgreich ab. „Dann habe ich mich für den aktiven und sportlichen Teil in mir entschieden und habe 2011 mit der dreijährigen Ausbildung zur Gymnastiklehrerin begonnen.“ Während ihrer Ausbildung lernte sie auch die Lilalu-Workshopleiterin Anna kennen, die ihr immer wieder von Lilalu erzählte.

Nach der Ausbildung arbeitete die Münchnerin selbstständig in der Fitnessbranche und gab vor allem Pilates-Kurse. Auch in der Trainingstherapie sammelte sie in einer Physiotherapie-Praxis Erfahrungen. „Und es hat mich auch wieder zum Tanz gezogen“, und so tanzt sie bis heute mit viel Freude in einer Tanzschule – hauptsächlich Hip-Hop und Jazz. Kurse in den Bereichen Pilates oder Prävention/Reha-Sport hält sie nach wie vor. Miriam erzählt, wie viel Spaß ihr die Stunden machen und wie gerne sie mit anderen Menschen trainiert, für die Zukunft möchte sie aber ein sicheres erstes Standbein. Deshalb macht sie seit September 2020 eine Ausbildung als Ernährungsassistentin in Vollzeit. Hier kann sie auch wieder ihre kreative Seite einbringen und lernt so beispielsweise nähen, stricken und häkeln. „Es ist spannend, was man damit alles machen kann.“ Anschließend wird sie im kommenden September den Fachlehrer für Gestalten und Ernährung beginnen. Dieser dauert zwei Jahre, und das folgende Referendariat nochmal zwei Jahre. Nach dem Abschluss ist Miriam dann Lehrerin für Ernährung, Gestalten und Sport und kann an Realschulen, Mittelschulen, Gymnasien oder Berufsfachschulen unterrichten.

In den vergangenen Jahren zog es Miriam auch öfter ins Ausland. So war sie 2016 für vier Monate in Neuseeland und 2018 für zweieinhalb Monate in Südostasien unterwegs. „Wenn ich könnte, würde ich am liebsten sofort wieder los“, schwärmt Miriam. Für sie waren die Reisen sehr hilfreich und lehrreich, um den eigenen Horizont zu erweitern und um aus der eigenen „Bubble“ rauszukommen. „In der Zeit entwickelt man sich so extrem, obwohl man nur ein paar Monate weg ist, und oft fällt einem das erst auf, wenn man wiederkommt und daheim ist alles noch beim Alten.“

Vor allem auf ihren Reisen schnappte sich Miriam sich immer wieder das Surfbrett und wagte sich in die Wellen. Im Sommer 2020 hat die Münchnerin das Surfen am Eisbach für sich entdeckt und hatte so wenigstens ein bisschen Sommerurlaub daheim.

Ebenfalls im vergangenen Sommer arbeitete Miriam das erste Mal für Lilalu, als Workshopleiterin in der Dance Academy. Sie probiert immer gerne neue Sachen aus und erinnerte sich noch an die vielen Erzählungen von Anna. So entschied sie sich, auch bei Lilalu ihr Wissen und ihre Erfahrung an Kinder und Jugendliche weiterzugeben. Die 28-Jährige schätzt vor allem die tolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen. „Das ganze Team ist super sympathisch, man trifft so viele interessante Persönlichkeiten, die mit ihrer Art begeistern können.“ In ihrem Workshop erarbeitete sie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Choreografie, die sie am Ende der Woche auch anderen Gruppen präsentierten. „So hatten die Kids ein Erfolgserlebnis, da sie gesehen haben, was sie alles in der Woche auf die Beine gestellt haben – jeder einzelner für sich selbst und als Gruppe.“ Es herrschte eine gute Balance zwischen Training und freien Spielen, die Kinder wurden immer viel miteinbezogen. „Sie haben zum Beispiel die Spiele ausgesucht und wir haben gemeinsam eine Playlist erstellt mit den Lieblingsliedern der Kinder.“ Miriam erzählt uns, wie viel Spaß ihr die Arbeit mit Kindern macht und dass sie das unbedingt beibehalten möchte. Na dann, bis ganz bald!

Seit über 20 Jahren Teil der Lilalu-Familie – einst als Teilnehmerin, heute als Pädagogin

„Meine erste Erfahrung mit Lilalu liegt über 20 Jahre zurück. Damals war ich selbst ein Lilalu-Kind im Workshop „Film“.“ Als Nadine alt genug war, wurde sie dann Ferienbetreuerin. Durch ihre Erfahrung als Übungsleiterin im Bereich Turnen und ihr Pädagogikstudium leitete sie später auch Akrobatik-Workshops und die Plusbetreuung. Seit es neben den fest angestellten Pädagoginnen im Projekt auch die pädagogische Leitung vor Ort gibt, findet man die heute 30-Jährige hauptsächlich in dieser Rolle bei Lilalu, und auch immer wieder als Dozentin im Grundlagen- und Aufbauseminar für unser Personal.

Der Pädagogin war schon immer klar, dass sie beruflich gerne etwas mit Kindern und Jugendlichen machen möchte. “Dabei war ich besonders am einzelnen Kind und an der Verbesserung der Lebensqualität interessiert.” Deshalb entschied sich Nadine nach dem Pädagogikstudium für die Ausbildung zur Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche in Heidelberg – Lilalu ist sie aber weiterhin treu geblieben. Hier kann sie den Kindern, Jugendlichen, Ferienbetreuerinnen, Ferienbetreuern, Workshopleiterinnen und Workshopleitern bei kleineren und größeren Schwierigkeiten unterstützend zur Seite stehen, behält den Überblick über alle Gruppen und freut sich sehr, viele von ihnen immer wieder zu sehen.

An Lilalu schätzt Nadine, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unterschiedlichen Kulturen, mit verschiedenen Hautfarben, Religionen, Beeinträchtigungen und Schicksalsschlägen zusammen spielen, essen, trainieren, lachen und gemeinsam erleben, dass es funktioniert.

„Deshalb bin ich sehr glücklich, Teil der großen Lilalu-Familie zu sein. Und wie in einer richtigen Familie erleben wir viele tolle, lustige, anstrengende und berührende Momente zusammen – und die Meinungen dürfen auch mal auseinandergehen, denn nur so kann man sich optimal weiterentwickeln und voneinander lernen.“

Auch für die tiergestützte Arbeit interessiert sich Nadine sehr und war deshalb 2019 in einem Delfintherapiezentrum auf Curacao in der Karibik, wo sie psychologisch mit den chronisch kranken Therapieteilnehmenden, deren Familien und gesunden Geschwisterkindern arbeitete. 

Foto: Tom Sgodda

“Da ich denke, dass es sehr wichtig ist, Wissen weiterzugeben, möchte ich auch weiterhin Seminare zu verschiedenen pädagogischen und psychologischen Themen geben.” Momentan lehrt die Münchnerin an der Hochschule Fresenius Gesundheitspsychologie und Klinische Psychologie und ist als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin im Haunerschen Kinderspital tätig. Auch sie selbst nimmt regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil (z.B. Therapeutisches Zaubern) und setzt in ihrer Arbeit stets Optimismus, Lebensfreunde, Herz und Humor ein.

In ihrer Freizeit unternimmt die 30-Jährige gerne etwas mit Freunden und ist gerne in der Natur oder auch in fernen Ländern, um immer mehr zu entdecken. Und auch außerhalb der Lilalu-Manege beeindruckt Nadine die Welt der Artistik und so sieht sie sich immer wieder gerne verschiedene Shows und Vorstellungen im Varieté und im Zirkus an.

Zusammenhalt, Wettkampf und Freundschaft – Der Fußball-Workshopleiter Ralph

Bereits als kleiner Junge hat Ralph im Verein Fußball gespielt. Zusammenhalt, Wettkampf und Freundschaft – der Sport spielte schon immer eine wichtige Rolle in seinem Leben. Allerdings verletzte er sich mit zunehmendem Alter leider häufiger und hörte daher im Jahr 2017 mit dem aktiven Fußballspielen auf. „Doch da ich die Nähe zum Sport weiter brauche, habe ich mich schnell entschlossen, mein Wissen und meinen Spaß an diesem wunderbaren Sport weiterzugeben“, sagt der 28-Jährige und man merkt dabei, dass er für diesen Sport brennt.

Nach dem Abitur 2012 begann Ralph ein Studium des Internationalen Marketings in Holland, kam allerdings mit der verschulten Art der Lehre nicht zurecht. So kehrte er im Herbst 2013 zurück in seine Heimat Neuss und machte dort ein Praktikum im Fitnessstudio. Weil er viel Freude an der Arbeit hatte, begann er seine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann. Während der Ausbildungszeit hat er Lizenzen in den Bereichen Gruppentraining, Personal Training, Ernährung, Rücken, Entspannung/Meditation und Indoor-Cycling erworben.

Seit 2017 studiert er nun Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt auf Personal und Organisation und ist aktuell im siebten Semester.

Nebenbei arbeitet er als selbstständiger Athletik- und Fußballtrainer. Dabei setzt er sein Hauptaugenmerk vermehrt auf den Jugendbereich. Er kümmert sich hier vor allem um einzelne Spielerinnen und Spieler aus der Junioren-Bundesliga oder auch aus der Junioren-Nationalmannschaft. Meist wendet er ein leistungsdiagnostisches Testverfahren an und entwickelt so einen individuell angepassten Trainingsplan für jede Sportlerin und jeden Sportler.

Jetzt auch Nachwuchstrainer für Paris Saint-Germain

Seit Neuestem ist Ralph auch als Athletiktrainer bei der Nachwuchsakademie des Vereins Paris Saint-Germain in Düsseldorf tätig. Zweimal wöchentlich gibt er Trainings für die Spieler in den Altersgruppen U9 bis U17. Zudem führt er für die besondere Förderung von Talenten Workshops in kleineren Gruppen durch und ist als Trainer bei Feriencamps in der Akademie aktiv.

Zusätzlich hat der 28-Jährige noch einen Werkstudentenjob, um sich eine Alternative zur Selbstständigkeit offen zu halten. Und teilweise arbeitet er auch immer noch im Fitnessstudio und gibt hier Rückenkurse oder erstellt Trainingspläne für die Kundschaft.

Von Lilalu hat Ralph durch den Workshopleiter Markus erfahren, die beiden waren als Kinder schon Nachbarn und sind nach wie vor gute Freunde. Seinen ersten Fußball-Workshop leitete er dann in den Sommerferien 2019. Lilalu sieht er als besonders engagiertes und immer herzlich geführtes pädagogisches Projekt mit einem weiten Spektrum an Freizeit- und Ferienangeboten, und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht ihm besonders viel Spaß.

„Den Teamgedanken, der in den Workshops bei Lilalu herrscht, kenne und schätze ich vom Fußball. Der sozioökonomische Status rückt bei Lilalu in den Hintergrund. Wir erweitern die sozialen Kompetenzen und beenden jede Workshopwoche als Team!“

Ralph möchte mit seiner Arbeit dazu beitragen, dass sich Kinder und Jugendliche mehr bewegen und freut sich, ihnen durch Lilalu, nicht zuletzt aufgrund des vielfältigen Angebots, die Möglichkeit zu geben, sich sportlich und kreativ zu entfalten. “Ich bin froh, ein Teil des Projektes sein zu dürfen und freue mich, meine Erfahrungen und den Spaß an Bewegung und Fußball weiterzugeben.“

Auch 2021 ist OB Dieter Reiter wieder Schirmherr von Lilalu

Foto: Presseamt München / M. Nagy

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter übernimmt auch im nächsten Jahr wieder die Schirmherrschaft über Lilalu.

Der 62-jährige SPD-Politiker ist seit Mai 2014 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt. Bereits im Sommer des gleichen Jahres hat er erstmals die Schirmherrschaft über das Johanniter-Ferienprogramm übernommen und diese seitdem jedes Jahr erneuert.Das ganze Lilalu-Team bedankt sich herzlich für dieses kontinuierliche Engagement. 
Wir freuen uns, die gute Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister und der ganzen Landeshauptstadt auch in den nächsten Jahren fortzuführen.

„Mittendrin gefällt mir am besten!“ – unsere Auszubildende Laura Möwius

Was, wenn man noch nicht so genau weiß, was man nach dem Schulabschluss tun soll? Viele Jugendliche reisen erst einmal herum oder arbeiten mal hier, mal dort. Laura wollte in jedem Fall „etwas Sinnvolles“ tun, und das hieß in ihrem Fall: ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Den Impuls dazu hatte der Besuch bei einer Freundin gegeben, die in Israel in einer Behindertenwerkstatt arbeitete. Über einen Freund, der sich schon länger im Schulsanitätsdienst engagierte, kam die gebürtige Nürnbergerin zu den Johannitern und war ein Jahr lang im Raum Nürnberg / Erlangen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen tätig, vorwiegend im offenen Ganztag an Gymnasien, aber auch an Grundschulen und in Kindergärten.

Nach dem Ende des freiwilligen sozialen Jahres war es aber nicht vorbei mit Lauras Engagement: Sie arbeitete neben dem Studium der Medienwissenschaft – für die Historie und Mechanismen von audiovisuellen Medien und Werbung hat sie sich schon immer interessiert – weiterhin als pädagogische Hilfskraft am Gymnasium. So hat Laura ihre Schützlinge teilweise von der fünften Klasse bis hinein in die Oberstufe begleitet. Nebenbei arbeitete sie bei verschiedenen Kulturveranstaltungen, an der Kasse, beim Vorverkauf oder am Einlass. „Da ist man mittendrin in der Veranstaltung“, schwärmt Laura, „und das macht mir richtig Spaß!“

Als Laura mit dem Studium fertig war, wurde ihr Freund nach München versetzt, und Laura kam mit. Seit bald zwei Jahren wohnt die heute 26-Jährige in Schwabing, und es gefällt ihr sehr gut hier, auch wenn sie ihre alten Freunde und Familie vermisst. Um in München beruflich Fuß zu fassen, absolvierte sie ein Praktikum in der internen Unternehmenskommunikation bei BMW. Auch hier war sie wieder bei Events dabei, und im Sommer 2019 arbeitete sie am Infopoint des Tollwood Festivals. „Da hab ich erneut gemerkt, wie sehr mir der Veranstaltungsbereich liegt.“ Als ihr eine Kollegin von Lilalu erzählte, schaute sie auf die Homepage und wusste gleich: „Ja, das passe ich rein!“. Das Ferienprogramm ist für die junge Frau die perfekte Verbindung von Veranstaltungsmanagement und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die sie schon etwas vermisst hatte.

Seit Dezember macht Laura nun eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei Lilalu. Zusammen mit dem Infopoint-Team berät sie die Eltern/Kunden zu den Ferienprogrammen und kümmert sich um die Teilnehmerverwaltung. Außerdem lernt sie in der Ausbildung Schritt für Schritt, wie man ein solch großes „Event“ organisiert und gestaltet. In den Faschingsferien war sie schon am Infopoint vor Ort im Einsatz und genoss den Kontakt und die Interaktion mit den Kindern und deren Eltern – und natürlich die strahlenden Augen und den Stolz der jungen Künstler bei der Show. „Es ist so schön, zu sehen, wofür man mehrere Wochen Vorbereitungen getroffen hat.“

Das nächste berufliche Ziel ist natürlich ein erfolgreicher Abschluss der Ausbildung. Anschließend möchte Laura erstmal weitere Erfahrung als Veranstaltungskauffrau sammeln und später vielleicht freiberuflich im Event-Bereich arbeiten. In ihrer Freizeit spielt die Wahl-Münchnerin gerne Squash und ist gern in der Natur und in der Welt unterwegs – ob zum Wandern in Österreich oder zum Surfen in Indonesien. Die „beste Erfahrung“ ihres Lebens war eine einmonatige Reise durch Israel, wo sie ihre Freundin besuchte: „Das ist für mich das interessanteste und spannendste Land, in dem ich je war.“ Die 26-Jährige möchte aber gerne noch viel mehr von der Welt sehen – zum Beispiel bei einer Safari durch Südafrika.

Ein bekanntes und immer lachendes Lilalu-Gesicht – Vanessa Fleischmann

Mit Kindern zu arbeiten, war schon immer Vanessas größter Berufswunsch. Die heute 22-Jährige überlegte also nicht lange, als sie über den Johanniter-Schulsanitätsdienst an ihrer Schule erfuhr, dass Lilalu engagierte junge Leute zur Unterstützung der Workshopleiter sucht: Gleich nach ihrem Realschulabschluss, im Sommer 2014, bewarb sie sich als Ferienbetreuerin. Die Arbeit mit den Kindern, das Helfen, Spielen, Vorlesen, Kümmern, da sein, bereitete ihr so viel Spaß, dass sie fortan immer wieder bei Lilalu mitarbeitete.

Um weitere Erfahrungen im pädagogischen Bereich zu sammeln, machte die Aschheimerin im Anschluss an die mittlere Reife ein einjähriges Praktikum an einer Grundschule. So konnte sie schon einige Kenntnisse vorweisen, als sie im September 2015 die Ausbildung zur Erzieherin begann. In den Praxisphasen der Ausbildung arbeitete Vanessa mit Kindern in ganz unterschiedlichen Einrichtungen – im Kindergarten, im Hort und im Kinderheim. Aktuell macht die 22-Jährige ihr Anerkennungsjahr in einem heilpädagogischen Kindergarten für Kinder mit Beeinträchtigungen– und hat so zusätzlich zu ihrem Traumberuf auch ihr bevorzugtes Fachgebiet gefunden: „Ich möchte auch in Zukunft im heilpädagogischen Bereich mit Kindern arbeiten“, sagt Vanessa, „das bereitet mir viel Freude.“ Diesen Sommer darf sie sich dann fertig ausgebildete Erzieherin nennen, die Prüfungen hat sie aber schon alle erfolgreich bestanden.

In den Ferien war Vanessa auch während ihrer Ausbildung immer wieder bei den Lilalu-Ferien-Workshops tätig. Und auch bei einigen Veranstaltungen, wie beispielsweise beim Streetlife-Festival, dem Tollwood oder der Oidn Wiesn, war Vanessa für Lilalu dabei. 2018 leitete sie dann erstmals die Plusbetreuung, eine zusätzliche Früh- und Nachmittagsbetreuung, die den regulären Workshoptag bei Lilalu ergänzt.

Für Vanessa ist Lilalu ein ganz besonderes Projekt: „Vor allem im Sommer taucht man in eine eigene Welt ein“, findet sie. Sie ist immer wieder erstaunt, was in dieser kurzen Zeit auf die Beine gestellt wird und wie eng eine Gruppe in einer Woche zusammenwächst. Vanessa schätzt die Arbeit mit Kindern sehr. „Sie geben einem so viel zurück“, sagt sie mit einem Strahlen in den Augen. „Und sie sind so schön ehrlich.“

In ihrer Freizeit kümmert sich Vanessa um ihr Pferd: Zusammen mit zwei anderen hat sie eine Reitbeteiligung. Sie verbringt sehr gerne Zeit draußen in der Natur. Und hat dabei, wie eigentlich immer, ein Lachen im Gesicht.

Kicken, Konzerte & Kinder – unsere Mitarbeiterin Bernadette Hülsmann

Seit knapp einem Jahr ist Bernadette für die Lilalu-Bildungsprogramme an Schulen verantwortlich: Sie plant und organisiert die Angebote in der offenen Ganztagsbetreuung und ist Ansprechpartnerin für die Schulleiter. Außerdem arbeitet die Pädagogin an Bildungsprojekten wie „München – gesund vor Ort“ mit.

Aufgewachsen ist die 29-Jährige in „einem wunderschönen Dorf“ im Münsterland namens Recke, mit drei älteren Brüdern und einem Hund. Schon als Jugendliche entdeckte sie, wie viel Spaß es ihr macht, mit Menschen zu arbeiten. Sie leitete verschiedene Kinder- und Jugendgruppen und betreute Freizeiten der Kirchengemeinde. Beruflich wollte Bernadette kreative Konzepte im pädagogischen Bereich entwickeln, und so studierte sie Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Sozialer Arbeit in Vechta und Dortmund. Mit dem Bachelor in der Tasche zog sie 2013 von Nordrhein-Westfalen nach München. Hier schloss sie den Master in Pädagogik, Bildungsmanagement und Bildungsforschung erfolgreich ab.

Inzwischen lebt Bernadette im Glockenbachviertel und ist durch die zentrale Lage fast nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. In ihrer Wahlheimat fühlt sich die Pädagogin sehr wohl: „München ist eine schöne Mischung aus Großstadt und der Nähe zur Natur“. Die Liebe zu Bayern kommt nicht von ungefähr: Schon als Kind hat Bernadette mit ihrer Familie oft Urlaub in den Bergen gemacht. Und eine große Leidenschaft von Bernadette und ihrer Familie ist der Fußball, sogar die Mama hat selbst mal gespielt. Bernadette und einer ihrer Brüder sind schon seit langem große Fans des FC Bayern. Mit 16 Jahren trat sie einem Fanclub bei und fuhr mit diesem oft in die Stadien. So kam sie auch immer wieder nach München und lernte die Stadt über die Jahre sehr schätzen.

Seit Kurzem ist Bernadette nebenbei auch Erlebnispädagogin für tiergestützte Arbeit. In einer einjährigen Fortbildung bei der Akademie für Tiernaturheilkunde hat sie gelernt, warum und wie man Tiere in der Erlebnispädagogik einsetzt. Trainiert wurde hauptsächlich mit Hunden, aber auch ein Esel war dabei, und spätestens seitdem hätte Bernadette gern selbst einmal einen Esel.

Bernadette ist ein abenteuerlustiger Mensch und erlebt gerne Neues. Wenn mal kein Fußball kommt, geht sie auch gerne auf Konzerte. Die Musik dabei ist bunt gemischt; von Rock bis hin zu Schlagern ist alles dabei. Als letztes hat sie die Österreicher Seiler & Speer und die oberbayerische Band LaBrassBanda auf dem Königsplatz gesehen. „Auch wenn ich da leider nicht alles verstanden habe“, lacht sie.

Mittlerweile hat Bernadette sechs Nichten und Neffen. Die jüngste ist erst im Februar auf die Welt gekommen und der älteste ist 13 Jahre alt. Sie verbringt sehr gerne Zeit mit den Kindern − hauptsächlich wird natürlich gekickt. An der Arbeit bei Lilalu schätzt die Pädagogin vor allem, wie abwechslungsreich ihre Aufgaben sind, und dass man direkt sehen kann, wofür man es macht: „Ich kann mit den Projekten, die wir umsetzen, wirklich etwas bewegen

Die Katze im Geheimfach und der Plan B im Ärmel – der Zauberer Oliver Jelias

Mit sechs Jahren war es um Oliver Jelias geschehen: Er bekam einen Zauberkasten geschenkt – und verfiel sogleich der Welt der Magie. In den ersten Jahren studierte er nur kleine Nummern für seine Eltern und Verwandten ein. Nachdem der gebürtige Kasseler aber mit zwölf Jahren zum ersten Mal eine Live-Show von David Copperfield gesehen hatte, stand für ihn fest, dass er das Zaubern zu seiner Profession machen möchte. Oliver perfektionierte seine Tricks, konstruierte eine Kiste mit Geheimfach und engagierte sogar einen Assistenten – seinen Kater Skipper, den er weg- und wieder herbeizauberte. Das funktionierte zwar nicht immer so wie geplant, die Anerkennung durch ein größeres Publikum ließ aber dennoch nicht lange auf sich warten.

Bereits mit 14 Jahren trat Oliver bei Varieté-Shows auf, mit 16 gewann er den Viva Live TV Wettbewerb. Im gleichen Jahr legte er auch die Aufnahmeprüfung beim Magischen Zirkel Deutschland ab. Weitere Auftritte und Auszeichnungen wie der Internationale Showpreis oder der dritte Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst folgten. Neben der Magie begeisterte sich der vielseitig interessierte Teenager auch zunehmend für Musik und Schauspiel. So wirkte er bei einigen Filmproduktionen und Theaterstücken mit und zog schließlich nach dem Abitur nach Köln, um dort die Schauspielschule zu besuchen.

Seit seinem Abschluss vor drei Jahren arbeitet der heute 26-Jährige freiberuflich als Magier, nimmt immer wieder an Film-Castings teil – und gibt Zauberei-Workshops bei Lilalu. Als „familiärer Mensch“ schätzt der junge Mann mit polnischen Wurzeln die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr. „Sie beeindrucken mich immer wieder mit ihren Ansichten und Aussagen. Kinder lassen sich nicht immer gleich stressen, sondern können die Dinge auch mal entspannt sehen.“ Als Erwachsener, meint Oliver, müsse man lernen, auch wieder einmal so zu denken. Gleichzeitig kann der Workshopleiter den Kindern natürlich auch einiges vermitteln.

Neben den Zaubertricks an sich ist das vor allem das Selbstvertrauen, diese Tricks auch zu präsentieren, bei Auftritten vor Familie oder Freunden. Und sich dabei auch nicht von kleinen Malheurs irritieren zu lassen. Denn natürlich gehen Tricks auch mal schief. So wie bei einem Auftritt mit Kater Skipper, als sich dessen Schwanzspitze nicht wegzaubern ließ. „Und einmal ist eine Karte verschwunden, obwohl sie noch nicht verschwinden sollte“, erinnert sich der Magier. Er hat daraus gelernt, immer einen Plan B zu haben. „Aber das Gute ist, dass die Leute bei der Zauberei oft nicht wissen, ob es zum Trick dazugehört oder nicht“, lacht er.

Wenn Oliver nicht gerade zaubert, treibt er Sport und spielt zum Beispiel Tischtennis. Daneben baut er gerne Flugzeugmodelle. Und er schwingt auch immer wieder das Tanzbein, seiner Leidenschaft für Musik und lateinamerikanische Tänze frönend. Beruflich hat der Kölner in Zukunft noch so einiges vor. Als nächstes wird er mit seinem selbst entworfenen Programm auf Deutschlandtournee gehen. München steht natürlich auch mit auf dem Plan.

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten