„Unsere Kinder hatten hier die schönsten Ferien“ – die Lilalu-Artisten Peggy & Ronny im Porträt

Foto_ Philipp Maier

Seit dem Moment, als Ronny mit sieben Jahren in der ostdeutschen Samstagabend-Show „Ein Kessel Buntes“ einen Artisten sah, war für ihn klar: „Ich werde Artist!“ Gesagt, getan: Ronny übte fleißig, wurde als Jugendlicher Mitglied einer Artistengruppe, mit der er bei Stadt- und Dorffesten auftrat und besuchte schließlich die Staatliche Artistenschule Berlin. Er absolvierte im Jahr 1980 mit Ikarischen Spielen und war zusammen mit seinen Mitschülern unter dem Namen „7Daidalos“ zu sehen. Ein ganz besonderer Moment für Ronny war, als er mit dem Ensemble in „Ein Kessel Buntes“ auftreten durfte.
Unter den Artisten von damals befindet sich auch ein anderes bekanntes Lilalu-Gesicht: Carmen Steinert. Durch die jahrelange Zusammenarbeit mit Carmen lernte Ronny später auch ihre Tochter Peggy kennen. Aufgewachsen als Kind von zwei Artisten, fing sie schon früh an zu trainieren und besuchte wie selbstverständlich die Staatliche Artistenschule. Dort trainierte sie mit einer Partnerin auch Ikarische Spiele, absolvierte 1999 aber mit Trapez. Als Ronny und Peggy ein Paar wurden, lag es nahe, auch zusammen zu arbeiten. Ihr Spezialgebiet sind die Ikarischen Spiele, die zur Akrobatik gehören. Dabei liegt Ronny in einem liegestuhlähnlichen Requisit und Peggy zeigt verblüffende Kunststücke und Salti auf Ronnys Füßen. Einen guten Eindruck von ihrer Kunst vermittelt ihr Video zu Ikarischen Spielen.

Foto: Simon Katzer

Unter dem Namen Daidalos zeigten die beiden Artisten ihr Können unter anderem im Friedrichstadtpalast Berlin, im Wintergarten, in verschiedenen GOP’s, bei „Pomp Duck and Circumstance“ und bei diversen Shows im Ausland, etwa in den USA, Spanien und Australien. Auch im Fernsehen waren Peggy und Ronny mehrmals zu sehen, zum Beispiel in der ARD oder bei SAT 1. Als sie Eltern wurden, mussten die beiden beruflich ein bisschen kürzertreten, versuchten jedoch, Familie und Arbeit so gut wie möglich zu vereinbaren. So auch bei Lilalu, wo sie seit 2009 als Workshopleiter tätig sind. Im Sommer arbeiteten sie oft mehrere Wochen bei dem Ferienprogramm; die Kinder waren natürlich immer dabei. „Unsere Kinder“, erinnert sich Peggy, „haben bei Lilalu zwar mitunter anstrengende, aber auch die schönsten Ferien verbracht.“

Foto: Philipp Maier

Durch die breit gefächerte Grundausbildung an der Artistenschule ist es den beiden möglich, eine Vielfalt an Workshops zu leiten, so zum BeispielAkrobatik & Bodenturnen, Vertikaltuch, Vertikalnetz, Trapez, Luftringe, Bunte Woche oder Trampolin. Ronny ist bei Lilalu inzwischen hauptsächlich als Produktionsleiter tätig und somit auch der erste Ansprechpartner vor Ort für die Workshopteilnehmer und deren Eltern. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bereitet ihm viel Freude – und ruft ihm auch immer wieder seine eigene Kindheit ins Gedächtnis: „Da werden Erinnerungen wach, die ohne Lilalu mit aller Wahrscheinlichkeit in der Versenkung geblieben wären.“

Spannend und lehrreich finden Peggy und Ronny die Arbeit bei Lilalu aber vor allem deshalb, weil, wie sie sagen, jedes Kind seine eigene Geschichte und seine eigenen Intentionen hat – und damit eine ganz eigene, besondere Persönlichkeit. Mit ihrem langjährigen Engagement als Artistin und Produktionsleiter wollen sie dazu beitragen, dass die Kinder während ihrer Zeit bei Lilalu auf spielerische Weise Spaß an der Bewegung finden und behalten – und sich vom ersten Augenblick an in ihrem gesamten Wesen wertgeschätzt fühlen.
Wenn die Ehepartner nicht gerade selbst auf der Bühne stehen oder die jungen Lilalu-Artisten auf ihre Auftritte vorbereiten, bleiben sie trotzdem gerne in Bewegung, zum Beispiel mit Beachvolleyball oder Tennis. Auf langen Fahrten nutzt Peggy die Zeit auch sehr gerne zum Lesen.

Hier gibt es noch mehr Informationen über Peggy und Ronny:

Homepage von Peggy und Ronny | Video Peggy & Ronny am Trapez

„Zirkus kennt keine Sprachen“ – Lilalu-Workshopleiter Bertan Canbeldek im Porträt

Foto: Andreas Durm

Wenn es anders gelaufen wäre, hätte Bertan vielleicht schon die Zeitmaschine erfunden: „Als Kind war für mich immer klar, ich werde entweder Erfinder oder Artist.“
Statt für die Tüftelei hat er sich aber dann doch recht bald für seine zweite Liebe, die Artistik, entschieden. Schon mit 7 Jahren nahm er am Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi in Berlin Kreuzberg teil und entwickelte hier seine Leidenschaft für die Bühne und die Zirkuskunst. Am meisten faszinierten ihn Zauberei und Clownerie – er hat schon immer gerne das Publikum in seinen Bann gezogen und viele Tricks ausprobiert.Ab seinem 14. Lebensjahr besuchte er, wie seine Schwester zuvor, die Artistenschule in Berlin. Dort erhielt er eine Grundausbildung und spezialisierte sich dann auf Bouncing Jonglage, wobei er die Jonglage gerne mit Akrobatik und Breakdance kombiniert. Seit seinem Abschluss 2010 ist er international als Artist tätig – ob in Australien, in Dubai, auf Kreuzfahrtschiffen oder in München bei Lilalu.

Der heute 28-Jährige hat großes Interesse daran, immer etwas dazuzulernen und ist glücklich darüber, gemeinsam mit anderen kreativen Köpfen viele schöne Projekte zu entwickeln. Mit Freunden hat er jetzt eine Company gegründet und sie reisen gemeinsam durch die Welt und kreieren neue Showerlebnisse.
Bertan gibt seine Kreativität und seine Leidenschaft auch sehr gerne an Kinder und Jugendliche weiter. Erste Erfahrungen als Trainer sammelte er bei Cabuwazi und bei Workshops mit geflüchteten Kindern. Diese Arbeit machte ihm sehr viel Spaß und so zögerte er nicht lange, als er von Berliner Kollegen von Lilalu hörte: 2017 gab er seinen ersten Workshop in München. Auch in diesem Jahr ist Bertan wieder dabei und stellt mit den jungen Artisten in der „Bunten Woche“ tolle Shows auf die Beine.

„Ich bin bei der Show immer unheimlich stolz auf die Kinder, auch wenn ich sie erst seit einer Woche kenne“, strahlt Bertan. Schön findet er auch den integrativen Aspekt der Arbeit bei Lilalu. „Zirkus kennt keine Sprachen“, sagt Bertan, und meint, dass es egal ist, welche Hautfarbe man hat, ob man groß oder klein ist oder welche Sprache man spricht – man versteht sich auf der Bühne. Die verschiedensten Kinder lernen gemeinsam die Tricks und Choreographien, es klappt immer irgendwie.

Hier gibt es noch mehr Informationen über Bertan:

Bertan Canbeldeks Homepage | Bertans Instagram-Profil

Fröhliches Allroundtalent: Unsere neue Mitarbeiterin Bettina

Der ein oder andere kennt die 30-Jährige mit ihrer fröhlichen Art schon vom Telefon: Seit Anfang des Jahres verstärkt Bettina Fritsch das Lilalu-Büro-Team. Sie berät die Eltern zu allen Fragen rund um die Ferienprogramme und kümmert sich um die Ticketbuchung und die Verwaltung der Teilnehmer. „Ich bin das freundliche Gesicht von Lilalu“, lacht Bettina. 

Dass sie sich dafür in viele Bereiche komplett neu einarbeiten muss, ist für die ausgebildete Handelsfachwirtin kein Problem: Bei ihrem bisherigen Arbeitgeber hat sie innerhalb kurzer Zeit die verschiedensten Aufgaben übernommen, vom Einkauf über den Vertrieb bis zur EDV. Auch nach Feierabend probiert Bettina gerne „immer wieder etwas Neues“ aus. Sie kocht und näht gerne, besucht die verschiedensten Konzerte und spielt begeistert Ukulele. „Das hört sich immer nach Urlaub an“, strahlt sie. 

Derzeit entdeckt die Neumünchnerin – Bettina ist erst letztes Jahr aus dem Chiemgau nach München gezogen – gerade die ganzen Parks. Am liebsten spaziert sie mit ihrem Freund durch den Nymphenburger Park. „Es gefällt mir sehr gut in München“, sagt Bettina, „hier ist für jedes Interessensspektrum etwas geboten.“ Im Sommer will sie noch mehr entdecken und einen neuen Sport für sich finden, vielleicht Yoga oder Selbstverteidigung. Als nächstes steht aber erstmal ein ganz besonderes Event an: Bettina und ihr Freund wollen bald heiraten.

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Christian Möller

Das hat er gelernt:  Christians Leidenschaft ist das Duo-Trapez. An diesem Luftgerät führt er zusammen mit seiner Partnerin Malina Kraft, ebenfalls Workshopleiterin bei Lilalu, beeindruckende Kunststücke vor. Im Vergleich zu vielen Kollegen begann er seine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik in Berlin erst spät, nämlich mit 25 Jahren. Zwar hatte er sich bereits zuvor beworben, wurde aber leider abgelehnt aufgrund der begrenzten Anzahl an Künstlern, die pro Luftgerät aufgenommen werden. Zwar hätte Christian im darauf folgenden Jahr die Ausbildung beginnen können, aber er beschloss sich nochmal anderen Bereichen seines Interesses zu widmen. Da er ein begeisterter Wanderer ist und die Berge liebt verpflichtete er sich zunächst für vier Jahre bei den Gebirgsjäger der Bundeswehr. Seinen Traum, professioneller Artist zu werden, verlor Christian allerdings nie aus den Augen. 2011 bewarb er sich nochmal an der Staatlichen Artistenschule und wurde angenommen. 2014 schloss er die Ausbildung erfolgreich ab.Seitdem ist er Vollzeitartist und hat schon in verschiedensten Shows gearbeitet. Zudem war er bereits mehrere Male auf einem Kreuzfahrtschiff tätig und auch nach dem Sommer bei Lilalu wird er für einige Wochen wieder Luftartistik auf dem Meer darbieten. Mit seiner Partnerin Malina am Trapez trat er unter dem Namen „Duo Charisma“ in Varietés wie dem Krystallpalast Leipzig, verschiedenen GOP-Theatern und Shows wie „Palazzo“ auf.Christians Ziel ist es gesund zu bleiben und seinem Traumjob noch so lange wie möglich nachgehen zu können. Gleichzeitig will er jedoch auch „offen für alles bleiben, denn man weiß nie was für Möglichkeiten sich noch ergeben“.

 Foto: Melanie Schmidt

Das lehrt er bei Lilalu: Christian ist seit 2014 bei Lilalu dabei und hat schon eine Vielzahl von verschiedenen Workshops betreut. Er war Workshopleiter von der Bunten Woche, Akrobatik, Trampolin, Trapez und Luftring.  

Das macht er sonst noch gerne: Für sportliche Aktivitäten jeder Art kann sich Christian leicht begeistern. Er geht gerne Stand-up Paddling, Wandern und Skifahren. Außerdem spielt er auch gerne Beach-Volleyball und Basketball.

Das schätzt er besonders an der Arbeit für Lilalu: Wissen an Kinder weiter zu geben macht Christian ungemein Spaß. Das schönste Erlebnis bei Lilalu ist für ihn die Kinder bei der Abschlussaufführung glücklich in der Manege zu sehen. Oft merkten die Kinder erst dann wie wichtig gute Vorbereitung und die kleinen künstlerischen Elemente zur Abrundung einer gelungenen Vorstellung sind: „Während der Show verstehen die Kinder erst was ich beim Training meinte und dann sind sie so begeistert, dass sie am liebsten gleich nochmal auftreten wollen würden.“ Besonders in den kleinen Ferien ist Christian sehr gerne bei Lilalu dabei und freut sich nun bereits auf seinen nächsten Workshop.

Hier gibt es noch mehr Informationen über Christian: 

www.duocharisma.com | https://www.facebook.com/duocharisma | https://www.instagram.com/duocharisma/ | http://www.feuerwer.de/

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Uwe Göschel

Das hat er gelernt:

Dass man im Leben nicht nur einen festen Berufsweg gehen kann, zeigt Uwes Karriere in zwei ganz unterschiedlichen Bereichen. Mit 17 Jahren, getrieben von seiner Begeisterung für Sport und Bewegung, begann Uwe seine berufliche Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik in Berlin. Zunächst spezialisierte er sich auf Schleuderbrett-Akrobatik und schloss 1999 die Ausbildung in diesem Genre erfolgreich ab. 2005 kehrte Uwe nochmals an die Schule zurück, um Vertikalseil-Artistik zu trainieren und sich eine weitere Darbietung zu erarbeiten.

Trotz seines Erfolges als Artist begann er sich Gedanken über seine Zukunft zu machen: „Man kann nicht ewig als Artist tätig sein und deshalb habe ich mir frühzeitig überlegt, was ich noch gerne machen würde.“ So fasste er den Entschluss Wirtschaftsjura zu studieren. Da er während des Studiums immer als Artist engagiert war, blieben nur die Stunden vor der Show zum Lernen. An den freien Wochenenden besuchte er Vorlesungen und schrieb Klausuren. Er beendete sein Studium 2013 erfolgreich und ist nun als Wirtschaftsreferent bei der Staatsanwaltschaft tätig. Diesen „Biss, etwas durchzuziehen und nicht aufzugeben“ möchte er auch den Kindern bei Lilalu vermitteln.


Beide Berufe, Artist und Wirtschaftsreferent, vereinen in seinen Augen die starke Intention und den notwendigen Fokus, das jeweilige Ziel zu erreichen. Um neben der hauptberuflichen Tätigkeit bei der Staatsanwaltschaft Zeit für die Artistik zu finden, nimmt er sich für Engagements als Artist und für Lilalu nun Urlaub. Während seiner artistischen Laufbahn hat er schon einige interessante Dinge erlebt. So ist Uwe als Artist unter anderem im Rahmen der Echo-Verleihung, der Bambi-Verleihung und im Europa-Park aufgetreten und hat beim Hollywoodfilm „V wie Vendetta“ mit Natalie Portman sowie für Filme & TV-Serien deutscher Produktionen als Stuntman mitgewirkt. Zudem wurde er für zahlreiche Varieté-, TV- und Galashows in Deutschland und im Ausland engag

Foto: Alex Tossi

Das lehrt er bei Lilalu:

Uwe ist seit 2009 bei LILALU tätig. Früher unterrichtete er Trapez- und Luftring-Workshops, heute vermittelt er Kindern sein Wissen vor allem am Vertikaltuch und am Vertikalseil.

Das macht er sonst noch gerne: 

Uwe liebt Sport. Zwischen 7 und 17 Jahren hat er Wasserspringen als Leistungssport betrieben. Und auch jetzt ist seine Begeisterung für den Sport ungebrochen. Regelmäßiges Laufen, Training im Fitnessstudio, Volleyball- und Akrobatiktraining ist auch weiterhin ein wichtiger Teil seines Lebens.

Das schätzt er besonders an der Arbeit für Lilalu: 

Bei Lilalu findet Uwe es besonders toll, durch die Artistik Kinder verschiedener Kulturen und Hintergründe zusammenzubringen. Außerdem nehmen die Kinder Erfahrungen mit, die sie auch weit über die Ferien weiterbringen werden: „Die Kinder lernen etwas fürs Leben. Sich zu überwinden und auch schwierige Dinge anzupacken und nicht aufzugeben.“ Einer der schönsten Augenblicke ist es für Uwe nach einer anstrengenden Workshop-Woche die Kinder in der Show zu erleben und zu sehen, was sie gelernt haben. „Der Glanz in den Augen der Kinder, der Stolz und die riesige Freude über einen gelungenen Auftritt – Lilalu gibt ihnen einfach so viele unvergessliche Momente und Erfahrungen.“

Hier gibt es noch mehr Informationen über Uwe: 

www.frost-artist.com  | www.coolmortales.com

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Marco Noury

Das hat er gelernt:

Seit er „laufen, denken und sprechen kann“, hat Marco davon geträumt, Artist zu werden. Einen großen Anteil daran hatte wohl seine Großmutter: „Meine Oma hat mich immer mit in den Circus geschleppt, schon, als ich noch im Kinderwagen saß. Daran kann ich mich noch lebhaft erinnern. Für mich stand ohne den geringsten Zweifel immer fest, dass ich das auch einmal machen werde!“ Mit zwölf Jahren machte Marco dann beim überregional bekannten Fritz-Reuter-Ensemble in Anklam an der Ostsee seine ersten Schritte in Richtung Traumberuf: Er lernte Akrobatik, Tanz, Jonglage, Seiltanz und vieles mehr und wurde, klein und schlank wie er war, auch gerne eingesetzt, „wenn es darum ging, jemanden durch die Gegend zu wirbeln/schmeißen“. Auch erste Bühnenerfahrungen konnte der angehende Artist hier bereits sammeln: bei den Weihnachtsrevuen im Theater, bei Auftritten in der Region und nicht zuletzt im Alter von 15 Jahren bei seinem ersten Gastspiel in den USA.
Mit 16 Jahren begann der heute 34-Jährige seine Ausbildung zum Trapezartisten an der Staatlichen Artistenschule Berlin. Mit einer Nummer am Schwungtrapez wollte Marco eigentlich auch seinen Abschluss machen. Da ihm sein Trainer aber nahelegte, sich einen Bereich zu suchen, auf den weniger Künstler spezialisiert sind, kam Marco zu den Strapaten, paarweise verwendeten, von der Decke hängenden Bändern – und dort hängt er bei seinen Auftritten auch heute noch, in bis zu 20 Metern Höhe. Viel wichtiger als das akrobatische Requisit ist dem Artisten aber die Interaktion mit dem Publikum: „Ich liebe meinen Beruf ja, weil ich Menschen unterhalten, begeistern und faszinieren kann und will. Ich hätte wahrscheinlich auch mit einer Steptanznummer Spaß… Meine Mission ist schlicht und ergreifend Entertainment!“

Internationalen Erfolg hat der gebürtige Mecklenburger derweil an den Strapaten: Er zeigte seine Kunst bei der Off-Broadway-Show „Désir“ in New York, trat mit der Stadionshow „Spirit of the Union“ vor der Königsfamilie der Vereinigten Arabischen Emirate sowie 60.000 weiteren Zuschauern in Abu Dhabi auf und ist europaweit in verschiedenen Varietés, Dinnershows und Casino-Shows zu sehen (in Deutschland unter anderem im Friedrichstadt-Palast Berlin, dem Krystallpalast Varieté Leipzig und Roncalli’s Apollo Varieté).

Foto: Tom Schulze

Das lehrt er bei Lilalu:

Marco ist schon seit 14 Jahren für Lilalu tätig. So kann er inzwischen auf etwa 60 Workshops zurückblicken, in denen er junge Künstlerinnen und Künstler an Trapez und Luftringen trainiert hat. Unverkennbar bei den von ihm eingeübten Auftritten sind die von ihm erstmals eingeführten „Abschlussbilder“, bei denen alle Kinder gleichzeitig an den Luftgeräten zu sehen sind.

Das macht er sonst noch gerne:

Neben Hobbys wie Lesen, Schwimmen und Freunde treffen verwendet Marco seine wenige Freizeit vor allem auf die Anfertigung von Kostümen. Schon immer fasziniert von Stoffen, Schnitten und Farben, wagte er vor ein paar Jahren den „Sprung ins kalte Wasser“ und fing ohne Vorkenntnisse an, seine Bühnenoutfits komplett selbst zu schneidern: Er sucht die Stoffe aus, näht vom ersten bis zum letzten Nadelstich alles selbst mit der Hand und klebt oder näht schließlich auf jedes einzelne Kostüm etwa 7.500 Swarovski-Kristallsteinchen. Ein berufsbedingtes „Hobby“, auf das er viel Zeit, Leidenschaft und auch Geld aufwendet: Alles in allem kostet ein Kostüm etwa 1.500 bis 2.000 Euro. Doch das ist ihm seine „bedingungslose Hommage an den Glamour“ in jedem Fall wert, sind seine Kostüme doch mittlerweile zu einem Markenzeichen seiner Auftritte geworden.

Das schätzt er besonders an der Arbeit für Lilalu:

„Ich finde es spannend, Kinder unterschiedlichster sozialer Schichten und Kulturen immer wieder zu einem Team zu formen und zumindest einen kleinen Teil dazu beizutragen, ihnen neben bzw. mit dem Training und der Zusammenarbeit auch wichtige Werte für den weiteren Lebensweg zu vermitteln: angefangen bei Teamgeist und Umgangsformen untereinander über Verständnis und Respekt für unterschiedliche Kulturen, Lebensformen und Meinungen bis hin zu wichtigen personalen Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Disziplin, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen.“

Hier gibt es noch mehr Informationen über Marco:

www.marconoury.com | www.facebook.com/marco.noury | www.youtube.com/marconoury

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Marco Huynh

Foto: Tim Brüning

Das hat er gelernt: Schon als Kind wusste Marco, dass er Zauberer werden will. Nach den ersten Kartentricks daheim belegte der gebürtige Frankfurter 2007 seinen ersten Kurs bei der Akademie der Zauberkunst im Rheinland. Fünf Jahre später schloss er dort seine Ausbildung als Zauberer ab und tritt seitdem in Shows auf, unterrichtet im „Magic Club“ an einer bilingualen Privatschule und gibt Zauberkurse für Erwachsene und Kinder.
Daneben bildet sich der 34-Jährige ständig als Tanzlehrer weiter und unterrichtet mit Begeisterung Salsa, Bachata und Kizomba.

Das lehrt er bei Lilalu: Marco gibt seit vergangenem Sommer Zauber-Workshops bei Lilalu.

Das macht er sonst noch gerne: Derzeit schlägt Marcos Herz vor allem für den „Zauberturm“: Zusammen mit einem Förderverein will er einen alten Wasserturm in Frankfurt zu neuem Leben erwecken und dort Close-up-Zauberei zeigen.

Das schätzt er besonders an der Arbeit für Lilalu: Zauberer leben von der Interaktion mit dem Publikum – deswegen findet es Marco schön, dass er mit seiner Gruppe bei Lilalu auf eine Show hin zuarbeitet. Außerdem lässt sich der 34-Jährige immer wieder gerne überraschen, welche Tricks er mit den Kindern umsetzen kann. „In meiner letzten Gruppe waren zwei sehr aufgeweckte Kinder, die einen meiner Tricks noch ausgebaut haben. Ich lerne selbst von den Kindern immer noch dazu!“

Hier gibt es noch mehr Informationen über Marco:

www.zauberer-frankfurt.net

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Carolin Koch

Foto: Alan Ovaska

Das hat sie gelernt: Eigentlich wollte sie immer Ärztin werden, kranken Menschen helfen: Wie so viele Mädchen träumte auch Carolin Koch während ihrer Schulzeit davon, Medizin zu studieren. Zwar hatte die gebürtige Erfurterin schon früh ihre Leidenschaft für Tanz, Musik und Bewegung entdeckt, die Ballettstunden und Auftritte aber waren „eher ein Hobby“. Nach dem Abitur aber, die Bewerbungsunterlagen für das Studium waren schon ausgefüllt, entschied sie sich doch spontan, ihr Hobby zum Beruf zu machen: Carolin studierte Musikpädagogik und Pädagogik der Kindheit an der Uni Erfurt und machte anschließend ihr Diplom in Schauspiel, Gesang und Tanz an der Abraxas Musical Academy in München.
Während der Studienzeit sammelte die 28-Jährige umfangreiche Bühnenerfahrungen als Tänzerin und Schauspielerin (u. a. am Erfurter Theater), übernahm aber bald auch Aufgaben in der Inszenierung, als Regieassistentin und als Dance Captain, also Assistenz des Choreographen. Es folgten Engagements in „Jesus Christ Superstar“ am Gärtnerplatztheater, am Landestheater Niederbayern und am Stadttheater Fulda. Nebenbei erfüllte sich Carolin noch einen weiteren Traum: „Ich wollte immer eine Girlband haben.“ Mit 13 Jahren hatte sie erstmals Gesangsunterricht genommen, später kamen noch Klavier und Gitarre hinzu. Durch ein Casting kam sie 2011 mit vier anderen Musikerinnen zusammen. Als „Spectacular Five“ trat das Quintett drei Jahre lang mit Rock- und Pop-Songs auf und war auch im Radio zu hören.
Seit ein paar Jahren ist die begeisterte Wahl-Münchnerin auch immer mehr vor der Kamera zu sehen: Sie spielte in verschiedenen Fernsehserien- und sendungen wie „Dahoam is dahoam“, „Weißblaue Geschichten“ oder „Aktenzeichen XY“ mit und drehte etliche Werbespots. In Zukunft will sie noch mehr Filme und Serien machen – allerdings auch hinter der Kamera: Carolin arbeitet derzeit mit zwei Kolleginnen an einer eigenen Jugend-Fantasy-Serie, „Schloss Makani – Das Experiment“, und hat schon viele Ideen für weitere Projekte. Die Leidenschaft für Tanz und Theater lebt sie trotzdem weiter aus: Die 28-Jährige leitet mit Begeisterung Workshops für Kinder und Jugendliche.

Das lehrt sie bei Lilalu: Carolin arbeitet seit 2013 für Lilalu. Anfangs gab sie Theater-Workshops, heute ist sie vor allem als pädagogische Leitung bei den Ferienprogrammen tätig: Sie achtet darauf, dass während der Workshops die pädagogischen Standards von Lilalu eingehalten werden, steht den Workshopleitern, Ferienbetreuern und der Produktionsleitung mit fachkompetentem Rat zur Seite, fungiert als Schnittstelle zu den Pädagoginnen im Büro-Team und steht bei Bedarf als Gesprächspartnerin für die Eltern zur Verfügung.

Das macht sie sonst noch gerne: Für Carolin hat die Begegnung mit Tieren „immer wieder etwas Magisches“. Deshalb hat sie auch schon einmal ehrenamtlich auf einer Wildtierfarm in Namibia gearbeitet.

Das schätzt sie besonders an der Arbeit für Lilalu: Die 28-Jährige findet es großartig zu sehen, welche Fortschritte die Kinder innerhalb einer Workshop-Woche machen – vor allem, was ihr Selbstbewusstsein angeht. „Für mich ist die Arbeit mit Kindern inspirierend und spannend, besonders die Kreativität und die Art, wie die Kinder die Dinge angehen. Sie machen halt einfach, sind nicht so verkopft wie wir Erwachsene. Davon können wir eine Menge lernen.“

Hier gibt es noch mehr Informationen über Carolin:

https://www.facebook.com/byCaroKoch/ | https://www.instagram.com/carolinkoch_official | http://www.schauspielervideos.de/fullprofile/schauspielerin-carolin-koch.html

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Carlos Zaspel

Foto: LunArt

Das hat er gelernt: Carlos Zaspel hat seine Ausbildung an der staatlichen Artistenschule in Berlin absolviert und ist seit 2016 staatlich geprüfter Artist. Der 20-Jährige begann bereits im Alter von zehn Jahren mit der Akrobatik, beim Kinderzirkus im Juxirkus Schöneberg. Am meisten Freude bereitet es ihm nach wie vor, wenn er das Publikum mit seiner Show zum Staunen bringen kann.
Der ein oder andere kennt den Berliner vielleicht aus dem Fernsehen: 2016 nahm Carlos bei der Castingshow „Das Supertalent“ teil und schaffte es bis ins Finale. 2017 gewann er den Koblenzer Kleinkunstpreis, mit seiner beeindruckenden Vorführung am Spinning Pole.Heute kann man Carlos in diversen Varietés und Dinner-Shows bewundern, zum Beispiel in Berlin, Koblenz und Stuttgart. Derzeit arbeitet er schon das zweite Mal bei einem Tanztheaterstück mit, „Gute Pässe – Schlechte Pässe“ von Helena Waldmann. Es geht um den Wert, den der eine Pass hat, der andere aber nicht, um Grenzen und Grenzerfahrungen. Drei Artisten verkörpern eine weniger privilegierte Kultur, die versucht, ihren Platz auf der Bühne des zeitgenössischen Tanzes zu behaupten und dabei mit der Ausgrenzung und der Sehnsucht nach einer geschlossenen Gesellschaft kämpft. Carlos arbeitet dabei am Mast sowie als Solo- und Partnerakrobat auf dem Boden. Das Ensemble war bereits in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Serbien, Israel, Libanon und in der Schweiz unterwegs und tourt 2018 weiter durch die Welt.

Das lehrt er bei Lilalu: Carlos arbeitet seit Sommer 2015 für Lilalu. Der Berliner unterrichtet Kinder und Jugendliche in den Bereichen Akrobatik, Bodenturnen und Trampolin und bringt ihnen unter anderem Pyramiden, akrobatische Tricks und diverse Trampolinsprünge bei. Dabei versucht der 20-Jährige den Kindern und Jugendlichen auch zu vermitteln, wie sich ein Artist auf der Bühne verhält und was es heißt, ein Artist zu sein: „Ein Artist zu sein bedeutet, auf der Bühne in seine Rolle zu schlüpfen und diese von Anfang bis Ende durchzuziehen, um etwas Künstlerisches darzustellen.“

Das schätzt er besonders an der Arbeit bei Lilalu: Für den Berliner ist das Besondere an der Arbeit bei Lilalu, dass er gleichzeitig jedes Mal etwas Neues von den Kindern lernt und ihnen seine große Leidenschaft näher bringen kann: „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich nach München fahre, um zusammen mit den Kindern zu arbeiten und weiterzugeben, was es bedeutet, ein Artist zu sein.“ Außerdem schätzt Carlos, dass er hier mit einem Team arbeiten kann, das aus verschiedenen Nationen zusammen kommt.

Hier gibt es noch mehr Informationen über Carlos:

https://de-de.facebook.com/pg/Carlos-Zaspel-Spinning-Pole-516002708601965/posts/

Lilalu-Workshopleiter im Porträt: Julia Kasten

Foto: Mokati

Das hat sie gelernt:

Julia Kasten ist Diplom-Ökotrophologin und hat an der Universität Kiel und Bonn studiert. Das Thema Ernährungswissenschaft fand sie schon immer spannend, da sie sich leidenschaftlich für Essen und Ernährung interessiert.

Seit 2011 arbeitet die Wahlmünchnerin im Bereich der Ernährungsbildung. Teil ihrer Arbeit sind Aktionen an Schulen und Kindergärten für die Verbraucherzentrale Bayern. So können zum Beispiel Zweitklässler an mehreren Stationen selbst entdecken, wie viel Zucker in Getränken steckt, woher verschiedene Lebensmittel stammen und warum sie einige Nahrungsmittel mehr und andere weniger essen sollten. Die älteren Kinder lernen bei einer Reise durch die Jahreszeiten viel über Saisonalität und Regionalität von Obst und Gemüse. Mit den Kindergartenkindern untersucht die 41-Jährige, was eine gute Brotzeit ausmacht.

Des Weiteren bietet die gebürtige Kasselerin Workshops für Erzieherinnen, Erzieher und Köche an. In den Workshops geht es um Fragen der Kleinkinderernährung: zum Beispiel, wie sich das Essverhalten entwickelt und wie darauf Einfluss genommen werden kann, welche Lebensmittel für Kleinkinder geeignet sind oder wie ein geeigneter Speiseplan erstellt wird. Nach einem theoretischen Input erarbeitet Julia mit den Teilnehmern Lösungsansätze, wie die Esssituation in der Kita gestaltet und verbessert werden kann.

Seit Februar 2017 macht die 41-Jährige eine Zusatzausbildung zur Adipositas-Trainerin, die sie voraussichtlich im Frühjahr 2018 abschließen wird. Im Rahmen dieser Ausbildung schult sie zusammen mit Psychotherapeuten und einem Sporttrainer Kinder und Jugendliche, mit Adipositas und deren Eltern, wie sie sich ausgewogener ernähren und mehr Bewegung in ihren Alltag bringen können. Wichtig ist dabei vor allem, immer wieder zu üben, wie sich das Erlernte täglich umsetzen lässt: Julia plant mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern die Mahlzeiten, geht mit ihnen einkaufen, kocht und isst gemeinsam mit ihnen. Die Eltern werden immer mit einbezogen, da die Ernährungsumstellung nur dann nachhaltig ist, wenn die ganze Familie mitzieht und das Kind optimal unterstützt wird.

Das lehrt sie bei Lilalu:

Julia arbeitet seit Sommer 2016 bei Lilalu. Beim Workshop „Cook Mal“ kocht sie mit den Kindern unterschiedliche Gerichte, die sie anschließend zusammen essen. Bei der Zubereitung erklärt sie den Kindern, welche Schritte zu beachten sind, damit das Rezept gelingt. Außerdem erfahren die Teilnehmer viel über die Herkunft der Lebensmittel. Am Ende der Woche kochen die Kinder dann verschiedene Gerichte für ihre Eltern.

Das macht sie sonst noch gern:

Auch in ihrer Freizeit kocht und backt die zweifache Mutter leidenschaftlich gerne und probiert oft neue Rezepte aus. Außerdem geht sie gerne auf Reisen und Ski fahren.

Das schätzt sie besonders an der Arbeit bei Lilalu:

Julia findet es besonders schön zu sehen, dass die meisten Kinder sehr offen für sämtliche Lebensmittel sind. Manchmal sind sie auch selbst überrascht, nachdem sie etwas Neues ausprobiert haben, erzählt die 41-Jährige: „Da fallen dann auch Aussagen wie ,Ich wusste gar nicht, dass mir das schmeckt‘.“ Julia freut sich auch darüber, wie stolz die Kinder auf ihr selbst gekochtes Essen sind. Manchmal kochen die Kinder am Abend die Rezepte für ihre Eltern nach und erzählen am nächsten Tag ganz freudig, wie prima sie das zuhause selbst geschafft haben.

Außerdem mag die gebürtige Kasselerin die Atmosphäre im Sommer auf dem Lilalu-Gelände im Olympiapark. Julia findet es toll, dass man bei Lilalu „in einem prima Team arbeitet und dadurch viel Unterstützung erhält und trotzdem sehr frei und kreativ in der Gestaltung des eigenen Workshops sein kann.“

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